Mittwochsteiler 23 / 2017 – Tödlich

Ein Privatdetektiv wird an einen Tatort gerufen.

Das Opfer: Ein schwerkrankes Mädchen. Sie wurde mit einer riesigen Schere umgebracht, aber weder damit geschnitten, noch erstochen. Es gibt kein Blut, nicht einmal einen Spritzer.

Wie hat der Mörder dem Leben des Mädchens dann aber ein Ende gesetzt?

Schreibt in die Kommentare, welcher Gedanke euch ALS ERSTES kam.

Bei anderen abschauen gilt nicht! 😉

Lösung Mittwochsteiler 23 / 2017 – Wer bin ich
Ein Rätsel.
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Klassenfahrt des Grauens [Jugendthriller]

Ich lese sehr gerne Thriller und war neugierig auf diesen Jugendthriller. Ob er genauso spannend sein würde, wie einer für Erwachsene? Der Klappentext jedenfalls versprach Nervenkitzel, ob ich eine Gänsehaut bekam, erfahrt ihr heute. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Claudia Puhlfürst

Fürchte die Nacht

368 Seiten

Coppenrath [16.02.2017]

ISBN 9783649671275

Erhältlich als Taschenbuch und E-Book

~°~ Klappentext ~°~

Eine Woche Exkursion ins Nirgendwo – auf so eine Idee können auch nur verschrobene Biolehrer kommen, finden Lena und ihre beste Freundin Anne. Rund um ihr Landschulheim gibt es nichts als hohe Bäume und dichtes Unterholz. Zumindest eignet sich dieser Ort bestens für nächtliche Mutproben, und gleich am ersten Abend fordern die Jungs Lena und ihre Freundinnen dazu heraus, mit ihnen im Wald zu übernachten. Doch spät in der Nacht wird Anne von einer vermummten Gestalt angegriffen und gleich am nächsten Abend kommt es zu einem weiteren Überfall. Ein Mädchen aus der Gruppe wird im Wald erdrosselt aufgefunden! Völlig traumatisiert bricht die Klasse den Ausflug ab – doch der Mörder muss ihnen nach Hause gefolgt sein und lauert schon auf sein nächstes Opfer …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Auf einer Klassenfahrt schleicht sich eine kleine Gruppe davon, um im Wald zu übernachten. Als die Schüler eine Mutprobe machen, wird Anne angegriffen. Sie denken sich nicht besonders viel darüber nach und schleichen sich am nächsten Abend ebenfalls wieder davon. Eine Mitschülerin verschwindet und wird Tod aufgefunden. Auch Anne ist geschockt, doch sie hat einen Plan: Den Mörder zu finden.

Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden. Er ist weit über Kinderbücher hinaus und hat bereits erste Züge eines „Erwachsenenbuches“. Der Spannungsaufbau ist, sogar an mehreren Stellen, sehr gut umgesetzt. Die Sprache ist leicht verständlich und der Roman lässt sich flüssig lesen.

Das empfohlene Lesealter von 14-17 Jahren halte ich für angemessen. Für wesentlich jüngere Leser ist die Geschichte nicht geeignet. Dafür können das Buch auch gut und gerne (ältere) Erwachsene lesen, die es vielleicht nicht ganz so nervenaufreibend mögen.

~°~ Fazit ~°~

Den wichtigsten Punkt, der (für mich) einen guten Thriller ausmacht hat „Fürchte die Nacht“ erfüllt: Überraschungsmomente und eine Auflösung mit der ich nicht gerechnet habe. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, auch wenn ein Jugendthriller, natürlich nur sehr grob mit einem Erwachsenenthriller vergleichbar ist. Mich konnte er Überzügen, daher gibt es Leseempfehlung für alle die Lust auf (seichten) Nervenkitzel verspüren.

GIBT MIR EINEN HAMMER!!!

Wir sind uns sicher alle einig das der Verlust eines Tieres mehr als schmerzlich ist. Völlig egal, ob der Gefährte nur kurze Zeit an unser Seite war oder uns bereits ein Leben lang begleitet hat. Dankbar sind für jede Sekunde mit dem liebenswerten Geschöpf. Für all die schönen Momente die es uns beschert hat, für all das was es sich anhören musste, für alles was es mit uns geteilt hat, … Doch irgendwann kommt die Zeit, da trennen sich die Wege, ob man will oder nicht. Oftmals führt der Weg zum Tierarzt des Vertrauens, denn wir schulden es dem Tier, ihm einen würdevollen Abtritt zu verschaffen. So schwer es auch fällt, wer die Verantwortung für ein Tier übernommen hat, sollte stets das Beste für dieses Wesen ermöglichen.

Doch der Mensch an sich ein grausamer Barbar, das grausamste Tier auf dem Planeten Erde. Und nicht jeder denkt so wie ich. Schrecklich und schmerzlich musste das auch Scamp erfahren. Der kleine Terrier war bereits 16 Jahre alt, litt an Inkontinenz und wurde langsam blind. Für sein Herrchen war es Zeit Abschied zu nehmen. Jeder halbwegs fühlende Mensch hätte den schweren Schritt zum Tierarzt gemacht. Dem 59jähirgen Michael H. war das aber zu teuer. Zusammen mit einem Bekannten ging er in den Wald, dort gingen sie aber nicht etwa eine letzte Runde Gassi, sondern schlugen Scamp einen Nagel in den Kopf!!! Anschließend verscharrten die beiden den Hund direkt im Wald. Doch Scamp war nicht tot. Stattdessen litt er Höllenqualen. Spaziergänger fanden ihn Stunden (!!!) später, angelockt durch sein Winseln. Die Spaziergänger brachten ihn sofort zum nächsten Tierarzt, der den Leiden des Terriers ein Ende setzte. – Zumindest körperlich, denn ich bin fest davon überzeugt, dass es nicht nur die unerträglichen Schmerzen waren, die den Hund haben winseln lassen. Er wird auch nicht verstanden haben, warum sein Herrchen ihn so etwas antut. Grausame Folter, sowohl körperlich, als auch seelisch.

Beide Männer kamen nun vor Gericht. In Middlesbrough (England), wo die Tat begannen wurde, sprach die Richterin von einem „barbarischen Akt“ und „unsagbare Leid“, das de Täter dem Tier angetan haben. (Der Anwalt des Halters argumentierte übrigens, dass dieser Scamp geliebt hätte und ihm nicht absichtlich Leid zugefügt hätte …) Das Urteil: Vier Monaten Haft ohne Bewährung. – Dieser Teil ist für mein Empfinden echt lachthaft … Beiden ist es außerdem Verboten, jemals wieder ein Haustier zu halten. – Der zweite Teil gefällt mir hingegen sehr. Allerdings frage ich mich, wer das wie überprüfen wird. Vermutlich niemand …

Da möchte ich am liebsten aus tiefsten Herzchen schreien:

GIBT MIR EINEN HAMMER!!!

Falscher Verdacht [Rezension – Thriller]

~°~ Das Buch ~°~

Peter Gallert und Jörg Reiter

Glaube Liebe Tod

Ein Martin-Bauer-Krimi

416 Seiten

Ullstein [12.05.2017]

ISBN 9783548288918

Als Taschenbuch, E-Book und Hörbuch

~°~ Klappentext ~°~

Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Auf dem Titelbild ist ein Mann auf einer Brücke zu sehen. Wer den Klappentext liest erkennt schnell, dass der Mann dort nicht die Aussicht genießt. Ein durchaus passendes Motiv. Mir persönlich gefällt die Farbgebung jedoch gar nicht.

~ Geschichte ~

Martin Bauer ist Polizeiseelsorger. So kommt es das er einen Polizisten vor dem Sprung von einer Brücke bewahrt. Doch kurze Zeit später ist der Mann tot. Selbstmord, so heißt es. Bauer überkommen Selbstzweifel. Was hat er falsch gemacht? Dann kommt er ins Gespräch mit Kollegen von der Wache. Langsam keimt im Seelsorger der Verdacht, dass der Polizist gar keinen Selbstmord begangen hat. Alle Spuren führen, vorbei an korrupten Beamten, ins Rotlichmilieu …

Mit haben besonders die vielen bildlichen Beschreibungen, gemischt mit einer guten Portion gefallen. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl das sich Bauer selbst (als Theologe) nicht ganz so ernst nimmt. – Und zugegebener Maßen hat ihn das menschlich und nahbar gemacht. Mir gefällt er Protagonist, der auch mal unkonventionelle Dinge macht sehr gut. Da seine Rolle nun einmal den Polizeiseelsorger beinhaltet, bleibt es wohl nicht aus, dass es immer wieder religiöse Anspielungen und auch Bibelverse gibt. Diese sind jedoch in Maßen vorhanden und damit erträglich.

Der Handlungsaufbau ist spannend gestaltet. Die Geschichte beginnt schon direkt mit einem einschneiden Erlebnis.

~ Schreibstil [Buch] ~

Ein Höhepunkt jagt den Nächsten, so dass ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Keine schwierigen Wörter oder ellenlange Fußnoten, die mein Vorankommen gebremst hätten.

~ Sprecher [Hörbuch]~

Die rauchig dunkle Stimme auf des Sprechers ist super. Sie passt sehr gut zu den einzelnen Protagonisten, besonders aber – Oliver Siebeck möge mir verzeihen – ins Rotlichmilieu. Die Stimmlagen werden so verändert, dass ich teilweise das Gefühl hatte wirklich verschiedene Personen zu hören, Männlein wie Weiblein. Respekt. Es hat wirklich Spaß gemacht zuzuhören.

~°~ Fazit ~°~

Sowohl das geschriebene Buch, als auch das Hörbuch haben mich, mit der spannenden Geschichte, total in ihren Bann gezogen. Wer sich nun fragt, ob er/ sie lieber zum Geschrieben oder zum Gesprochenen greifen soll, dem kann ich die Entscheidung leider nicht abnehmen, denn beide stehen sich in Nichts nach.

~ Reihe ~

Glaube Liebe Tod [Band 1]

Zerhackstückelt [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Moa Graven

Fremder

Cri-ki-Verlag [01.05.2017]

E-Book / auch erhältlich als Taschenbuch

~°~ Klappentext ~°~

Ein ganz normaler Freitag in Ostfriesland. Johann und Talea Schmees gehören auch zu denen, die sich ins Einkaufsgetümmel in Aurich stürzen. Als sie endlich fertig sind, machen sie sich auf den Weg nach Rechtsupweg zu Taleas Eltern. Doch sie kommen nicht dort an, denn sie machen auf der Landstraße einen Fund, der sich erst auf den zweiten Blick als grausame Entdeckung entpuppt. In einem Müllsack befinden sich Hände, Arme und Füße. Die Extremitäten von Toten. Was steckt dahinter? Jan Krömer und Lisa Berthold werden mit dem Fremden im Menschen konfrontiert.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Auf dem Cover ist ein Mann im strömenden Regen zu sehen, wie er die Fäuste ballt. Sein Gesicht ist zwar nicht zu erkennen, doch er wirkt wütend. Genau dieses Cover hat mich angezogen, denn durch den Bildschnitt und die eher düstere Gestaltung hat es etwas Geheimnisvolles. Auch der kurze prägnante Titel hat mich neugierig gemacht.

~ Inhalt ~

Johann ist von Beruf Kraftfahrer und möchte an seinen freien Tagen einfach nur seine Ruhe, doch seine Frau Talea unterstützt ihrer kranken Eltern und er muss sich mit ihr immer wieder ins Getümmel stürzen. Als sie von einem Einkauf zurückkommen, fahren sie an einem Müllsack vorbei. Da er mitten auf der Straße liegt, soll er an die Seite geträumt werden, doch was die beiden dann entdecken lässt sie erschaudern: Jede Menge menschliche Hände und Füße …

Die direkte und tierliebe Lisa Berthold und ihr Kollege Jan Kröner übernehmen die Ermittlungen, nicht wissend wo sie mit der Suche beginnen sollen. Zur angeblichen Unterstützung bekommen sie einen farbigen  Praktikanten an die Seite gestellt. Doch schnell wird klar, dass die „Oberen“ Helif nur als Prestigesubjekt nutzen wollen. Auch passt die Anwesenheit einigen Bewohnern so gar nicht. Während die drei sich auf die Suche nach dem Mörder begeben, müssen auch immer wieder miterleben, wie weit es in ihrem kleinen Dörfchen mit der Gastfreundschaft her ist, wenn der Gast eine andere Hautfarbe hat. Als wäre das noch nicht genug verschwindet dann ausgerechnet noch Johann spurlos …

Dieses ist bereits der siebte Band einer Krimireihe. Ich selbst kenne die anderen Bände bisher nicht, fand aber auch nicht, dadurch im Nachteil gewesen zu sein. Ab und an gibt es zwar eine kurze Anmerkung an vergangene Fälle, wenn ein Ermittler sich erinnert, aber dieses ist nicht so wichtig, so dass keine Vorkenntnisse nötig sind.

Die Geschichte ist zwar sehr kurz, umfasst aber viele Komponenten. Da sind  voranging natürlich der Leichenteilefund und die Ermittlungen, welche auch in die Vergangenheit führen. Eine nicht unwichtige Rolle spielen hier aber auch Fremdenhass, Ehedramen und selbst der Tierschutz. Eine bunte Mischung aus aktuellen Themen spannend verpackt.

Einziges Manko war für mich die Tatsache dass ausgerechnet die Ermittler nachts ihre Hintertür nur angelehnt lassen, damit der Hund zu jeder Zeit raus kann. Immerhin sind es ja gerade Ordnungshüter, die immer von Einbrüchen predigen.

~  Schreibstil ~

Der Schreibstil ist sehr prägnant, so dass auf den wenigen Seiten nichts verloren geht. Die Nebenhandlungen lassen die Charaktere echter wirken. Bildliche Beschreibungen – bei dem sich bei zarten Gemütern durchaus der Magen umdrehen könnte – runden das Gesamtpaket hervorragend ab.

~°~ Fazit ~°~

Eine tolle Mischung aus Spannung, Drama und politischen Themen. Durch den leichten, aber prägnanten Schreibstil lässt sich das Buch innerhalb kürzester Zeit „verschlingen“, denn genau das habe ich getan. Es war so spannend, dass ich es in wenigen Stunden durch hatte. 😉

 

 

~ Reihe ~

Killerfee – Band 1

Todesspiel am Großen Meer – Band 2

Kneipenkinder – Band 3

Fallensteller – Band 4

Flächenbrand – Band 5

Blindgänger – Band 6

Fremder – Band 7

Die Puppenstube – Band 8

Urlaub 13.1 – Atemlos durch London [Rezension]

Wer aktuell keine Lust auf Steampunk hat oder die Welt nichts für ihn/ sie ist, dem kann ich dieses Fantasybuch ans Herz legen. Auch wenn das Cover vielleicht etwas kitschig aussieht, so ist es voller Spannung und Humor. (Schöne Mädchen gibt es aber auch zur Genüge. ;-))

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an den Papierverzierer Verlag, welcher mir eine Rezensionsausgabe zur Verfügung gestellt hat. 🙂

~°~ Das Buch ~°~

Alyxandra Harvey

Eiskalter Atem

Verlag : Papierverzierer Verlag

Seiten: 440 [Gebunde Ausgabe]

ISBN: 9783944544267

~°~ Klappentext ~°~

Emma, Gretchen und Penelope, junge Debütantinnen der Londoner Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, steht eine Zeit mit langweiligen Bällen, lästigen Knicksen und höflichen Konversationen bevor. Doch dann wird ein Mädchen unter mysteriösen Umständen ermordet und alle Hinweise deuten auf Emma hin. Als sie versucht, der Sache selbst auf den Grund zu gehen, findet sie mehr über sich und die gefährliche Wahrheit ihres Familienvermächtnisses heraus, als ihr lieb ist. Zudem bietet der attraktive und geheimnisvolle Cormac Fairfax an, ihr bei den Ermittlungen zu helfen. Aber kann sie ihm trauen?

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

eiskalteratem-1~ Cover ~

Dieses Cover ist in einem eisigen Blau gehalten und wird von einer jungen und attraktiven Dame geziert. Bis kurz vor Ende der Geschichte hielt ich diese Person für die Hauptprotagonistin Emma. Später fand ich heraus, dass Emma jedoch grüne Augen hat und damit ausscheidet. Um wen es sich handelt konnte ich leider nicht herausfinden, dennoch finde ich es schön und auch, zum größten Teil, passend zur Geschichte.

~ Eindrücke / Meinung ~

Die Geschichte spielt in London zur viktorianischen Zeit. Diese Kulisse ist sehr schön in den Umgebungsbeschreibungen, wie auch in den Handlungen der Protagonisten wiedergegeben. (Zur damaligen Zeit waren die Menschen im Gegensatz zu uns heute, doch recht prüde.) Schon beim Prolog wird der Leser nicht nur mitten in diese Zeit versetzt, sondern auch direkt ins Geschehen, begleitet er doch ein Mädchen namens Moira – bei einem Einbruch!

Startet das erste Kapitel scheint das zerlumpte Mädchen erst einmal vergessen, denn statt über den Dächern Londons wechselt die Perspektive nun in die High Society. Die Cousinen Emma, Penelope und Gretchen sind Debütantinnen und werden mit diversen Bällen in die Gesellschaft eingeführt. – Um einen Ehemann zu finden. Allerdings ist das so ziemlich das Letzte was die drei wirklich interessiert und so langweilen sie sich immer wieder aus neue. (Konnte ich sehr gut nachvollziehen, mir würde es nicht anders gehen!) Was sie nicht ahnen: Ihr Leben wird bald aufregender als ihnen lieb ist, denn sie sind Hexen! Vielleicht wäre es nie aufgefallen, denn sie standen unter einem Zauber, der sie Magie gar nicht verstehen ließ. Doch dann werden Debütantinnen ermordet aufgefunden und jedes Mal findet Emma die Leiche. Schnell gerät sie dadurch in Verdacht. Kann sie ihre Unschuld beweisen oder wird sie vom Orden für eine Tat bestraft, die sie nicht begangen hat – oder kann Emma sich vielleicht einfach nicht mehr erinnern? Eine wilde Jagd, in einer magischen Welt, voller wirrer Gestalten, beginnt.

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Der Anfang der Geschichte ist direkt rasant, dann nimmt sie etwas ab und wirkte 1-2 Kapitel etwas verwirrend auf mich, doch dann ging es bis zum Ende spannend weiter. Der Schreibstil ist sehr gut, das Buch lässt sich nicht nur flüssig lesen, sondern ich konnte gar nicht mehr aufhören und habe die Seiten verschlungen. (Nur sinnbildlich natürlich. ;-)) Wunderbar waren für mich die Fährten, denen Emma und ihre Verbündeten nachgejagt sind – und mich in die Irre geführt haben. Die Folge: Eine überraschende Wendung am Ende. Genau so liebe ich es!  🙂

~°~ Fazit ~°~

Anfangs befürchtete ich, auch auf Grund des Covers, eine kitschige Liebesgeschichte. Stattdessen bekam ich einen Krimi in der magischen Welt des alten Londons. Bis auf wirklich wenige Kapitel hat mich die Geschichte gefesselt. Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und haben Leben. Es war nicht wie lesen, sondern wie dabei sein.

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Buch mit meiner „Vertrauten“ 😉

Urlaub 13.0 – Plasmastarker Steampunkroman [Rezension]

Wie bereits angekündigt, verfolge ich meinen Plan in diesem Urlaub viel zu lesen – und wie immer möchte ich euch meine Entdeckungen der „guten Bücher“ nicht vorenthalten. Für alle SciFi-Fans und Steampunk-Anhänger  habe ich dieses Werk als Vorschlag:

~°~ Das Buch ~°~

Carsten Steenbergen + T. S. Orgel

Steamtown – Die Fabrik

Verlag : Papierverzierer Verlag

Sprache: Deutsch

Als E-Book und Softcover erhältlich (ca. 424 Seiten)

~°~ Klappentext ~°~

Auf den Stufen der Bakers Hall von Steamtown liegt eine bestialisch zugerichtete Leiche. Der junge Agent Eric van Valen wird zusammen mit dem abgehalfterten Pater und Ætheromanten Siberius Grand und dem seltsamen Forensiker Mister Ferret vom Ministerium Seiner Majestät beauftragt, den Mörder zu finden – oder wenigstens jemanden, der schuldig genug aussieht. Doch was als simple Mordermittlung in der Unterwelt der von Plasmalicht und Kohlefeuer erhellten Stadtmetropole beginnt, scheint tiefer zu gehen und konfrontiert sie mit ihren düstersten Albträumen. Albträume, in denen höllische Geschöpfe auf die drei Ermittler lauern, dunkle Vergangenheiten und eine Verschwörung, die die Stadt Steamtown in ihren Grundfesten erschüttert.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Nachdem ich mit dem Buch angefangen habe, weiß ich nun auch um was es sich bei grünlichen Flüssigkeit handelt. Zumindest glaube ich es zu wissen. 😉

Mir gefällt das Cover recht gut. Ein Zahnrad ist ja schon irgendwie Pflicht für Steampunk und das schwarze Cover mit dem leuchtenden Plasma wirkt modern und schlicht-altmodisch zu gleich. Viel passender wäre es wohl nicht gegangen.

~ Eindrücke / Meinung ~

Im ersten Kapitel lernen wir Pater Grand kennen. Auch wenn er einen religiösen Touch hat, so scheint er doch alles andere als nach diesen Werten zu leben. Einem guten Tröpfchen ist er nicht abgeneigt. Wie sich schnell herausstellt hat der Mann nicht nur Freunde, eher im Gegenteil und damit ist der Leser auch schon mitten im Geschehen. Das Abenteuer beginnt.

diefabrik2 Die Aktionen der Protagonisten sind wirklich sehr gut beschrieben, inklusive der Gerüche.  Das war schon fast, als würde ich direkt mitkämpfen – und die „aromatischen Düfte“ einatmen. Viele Fragen ergeben sich je weiter man fortschreitet. Sie bringen den Leser dazu schnell weiter zu lesen, um die Antworten zu finden.

Die Gruppe der Protagonisten gefällt mir gut. Sie sind eine tolle Mischung aus Freund und Feind gleichermaßen. Auch der teils derbe Humor gefällt mir sehr gut. Es gibt sogar einen untoten Cyborg. Das ist wirklich mal eine ganz neue Idee. Mr. Ferret, so sein Namen, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Er wirkt mit jeder Seite die ich über ihn lese vertrauter, fast wie ein Freund. – Ich mag es, wenn Protagonisten genau diese Wirkung bei mir auslesen, denn das macht die Geschichte viel spannender und emotionaler.

Richtig toll finde ich die bildliche Beschreibung wie z.B.: „ […] Begleitet von einem saugenden Geräusch löste sich das schwarze Auge aus der Höhle und fiel mit dumpfen Pochen auf den Boden.“ Herrlich! 😀

Und auch Lebensweisheiten gab es die eine oder andere. Besonders toll gefällt mir diese: „Ich habe die Feststellung gemacht, dass immer dann, wenn jemand im Brustton der Überzeugung verkündet, dass etwas unmöglich sei, etwas passiert, das schnell und mit angemessener Komik klarstellt, dass das, was unmöglich schien, soeben eingetroffen ist.“

Das Ende fand ich ein klein wenig verwirrend, aber durchaus in Ordnung. (Mich stört hier nicht das „DAS“, sondern das „WIE“.)

Was in jedem Fall sicher scheint: Hier haben sich die Autoren ein Hintertürchen für eine Fortsetzung offen gelassen … Die Geschichte schreit förmlich nach einer Fortsetzung.

~°~ Fazit ~°~

Schon alleine durch den untoten Cyborg einfach mal etwas anderes. Im Gegensatz zu vielen anderen Steampunkromanen spielt dieser nicht in einer versnobten Oberschicht, sondern eher in der Unterschicht. Vielleicht macht u.a. dieses mir die Charaktere so synaptisch. Auch wenn das Ende nicht ganz so ist, wie ich mir gewünscht hätte, so ist die Geschichte durchaus spannend.