Artenschutz = Zum Abschuss freigegeben

Stell dir vor du hat sechs Kinder, freust dich über deinen Nachwuchs, doch andere haben Angst, denn deine Kinder sind Mischlinge – und daher werden sie erschossen.

In Ohrdruf treiben sich Wolfshunde um. Auf dem Truppenübungsplatz im Kreis Gotha hat eine Wölfin sechs Jungtiere. – Und diese hat das Thüringer Umweltministerium jetzt „letal entnommen“ oder, um es mal auf den Punkt zu bringen: Getötet.

Bei den vier weiblichen und zwei männlichen Tieren soll es sich um sogenannte Hybriden (eine Mischung aus Wolf und Hund) handelt, so die DBBW (Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf). Genau damit begründen die Behörden auch die Tötung: Artenschutz: „Eine Vermischung der Gene würde den Fortbestand der Wolfspopulation gefährden.“ Im Winter werden die Jungen geschlechtsreif, daher werden nun „die arten- und tierschutzrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen“. Getreu dem Motto, wenn wir sie nicht erschießen dürfen, ändern wir die Richtlinien so, dass es eben doch legal ist. (Die CDU fordert sogar eine Wolfsverordnung, die auch eine “Schutzjagd“ ermöglicht.)

Mich erinnert das ganz stark an die menschliche Rassentrennung. Für mich ist das mal wieder typisch Mensch: Entweder einsperren oder töten…

Aber offenbar gilt das eher für Beamte und Politiker, denn laut einer Umfrage des MDR ist „das Volk“ gegen einen Tötung.

ÜberLEBEN – Trotz (der) veganer Nahrung!?!

„Gewohnheit versöhnt die Menschen mit jeder Gräueltat.“

[George Bernard Shaw]

Es gibt immer wieder Menschen, die solche Sprüche raushauen wie: „ Lieber verhungere ich, als das ich dieses [vegane] Zeug esse!“. Seien wir mal ehrlich, so etwas ist zwar schnell dahin gesagt, am Ende hängen die Meisten dann aber doch irgendwie an ihrem Leben.

Oder vielleicht doch nicht?

Als „Harvey“, seines  Zeichens ein vernichtender Tropensturm, so ziemlich alles  zu vernichten drohte,  sorgten die Bewohner vor. Plünderungen und Hamsterkäufer waren alltäglich. Hamsterkäufe wurden auch in einem Supermarkt von Houston verübt.  Die Regale waren nahezu leer. Alle Regale?

Nein! Ein Regal war noch immer gut gefüllt: Das (Kühl-)Regal mit den veganen Lebensmitteln!

Matt Oswalt postete  ein Foto, eben jenes besagten Regales,  auf Twitter.

Auch wenn ich mich „nur“ vegetarisch ernähre, so nutze auch ich ab und an diese „Alternativprodukte“. – Ich höre jetzt schon (wieder) den Aufschrei: „Wer aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichtet, braucht auch keine Ersatzprodukte.“ Dazu sei gesagt: Ein großer, wenn nicht sogar der größte, Teil der Vegetarier und Veganer, mag (mochte) den Geschmack von Fleisch & Co.. Wie schon gesagt, Verzicht aus ETHISCHEN Gründen! (Und besonders Neulingen helfen die Ersatzprodukten, die eben so ähnlich schmecken und aussehen.) – Was ich sagen möchte:

Gute Ersatzprodukte schmecken toll. Und, was die Bewohner von Houston vielleicht nicht berücksichtigt haben, die sind bereits zubereitet. Man kann sie auch einfach „so“ (ohne Erhitzen) essen. Schmeckt zwar nicht immer toll, hilft aber im Notfall wesentlich besser, als irgendein rohes Fleisch, welches nicht nur widerlich schmeckt, sondern auch noch irgendwelche Krankheiten auslöst.

Wie haltet ihr es mit „Ersatzprodukten“, gehört ihr auch zu denen, die sie lieber im Regal lassen würden oder wäre euch euer Überleben wichtiger?

Im Zeichen des Rollenspiels

Plüschschwein auf Abwegen

BÄRnHART und Snaggels waren wieder unterwegs, um die Welt zu retten. Begleitet wurden Sie dabei von Ratte Rufus und Hase Fienchen. Abenteuer erlebten die vier dabei dann ganz von alleine, auch wenn das so gar nicht freiwillig geschieht. Nachdem die Zwangsgemeinschaft erst kürzlich auf U.F.O.‘s traf, und die Entführung eines Großen Trampler beobachteten, wollten sie dieses Mal lediglich vor dem Gewitter fliehen. Also ab in den nahestehenden Turm, denn was anderes gibt es weit und breit nicht. Wie könnte es anders sein, schnell stellte sich das als blöde Idee heraus, denn ein alter Bekannter wartete dort auf die Plüschis: Pépé! Pepe Puppenschlächter Frankenschwein! – Und Pépé kam nicht allein. Ein Igelfant mit Multifunktionskäsehackbeil, ein mordendes  Mami-Püppchen und eine bissige Kellerratte. Kurz gesagt: Da kam so richtig Freude auf! 😀

Übrigens: Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Platz für sich alleine (behalten) möchte, der braucht nichts weiter zu tun, als Plüschtieren (in Kleidung) mitzunehmen. Bei meinem GöGa und mir hat es jedenfalls wunderbar funktioniert, auch wenn so manch ein Mensch merkwürdig dreigeschaut hat. 😉

Runde Zwei

Da es meist schwierig ist, wenn alte Freunde ein Rollenspiel spielen (es wird oft mehr Geredet, als gespielt) und der-/ diejenigen die wirklich das machen wollen, wozu man sich trifft (s-p-i-e-l-e-n!), dann schnell gelangweilt sind und das Ende, egal ob nun erfolgreich oder nicht, ein unbefriedigendes Gefühl hinterlässt, setzten mein Liebster und ich, unseren Versuch ein DSA-Soloabenteuer endlich zu Ende zu bringen. Ich hatte es bereits als „Spielleiterin“ versucht, doch egal welchen Weg mein Held auch einschlug, das Abenteuer endete stets abrupt. Also probierten wir es andersherum. Ich, ja ausgerechnet ich, die mal sagte „Ich werde NIE Das schwarze Auge spielen. Niemals!“. Ja nun, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. – Dieses Mal haben wir die Rollen allerdings getauscht und ich habe mich nach Gareth gewagt. Tatsächlich bin ich bereits auf einer heißen Spur, um den Mörder zu finden, für dessen Tat ich im Kerker gelandet bin. Mal sehen, ob es mir gelingt dieses Abenteuer erfolgreich abzuschließen … (Und nein, DSA ist kein RPG für mich. Da muss man viel zu viel rechnen. ;-))

Abenteuerliche Reise ins Reich der Magie [Rezension – Jugendfantasy]

~°~ Das Buch ~°~

Rainbow Rowell

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

528 Seiten

dtv [04.08.2017]

ISBN 9783423640329

[erhältlich als E-Book und Gebundene Ausgabe]

~°~ Klappentext ~°~

Liebe, Freundschaft, ein Auserwählter und viel MagieSimon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz‘ Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Hier handelt es sich um eine Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag. Das Schöne daran ist, dass auch der Umschlag des Buches selbst bedruckt ist. Sollte der Schutzumschlag mal verloren gehen, hat man zwar nicht mehr das tolle Bild von Simon, dafür aber ein zeitloses Sternencover.

 

Simon hat arge Schwierigkeiten seine Magie unter Kontrolle zu halten – und ausgerechnet er ist der mächtigste Zauberer, den es je gab. An Watford, einem Internat für Zauberei, soll der Junge lernen, der Macht die ihm innewohnt Herr zu werden. Simons Zimmergenosse ist ausgerechnet Baz, ein Vampir, der den „Auserwählten“ am liebsten mit einem Gnickbiss aus der Welt schaffen würde. Glücklicherweise hat Simon aber auch eine gute Freundin Penelope. Sie ist schlau, mutig und weiß eigentlich immer einen Rat. Als Baz Mutter ermordet wird, schließen sich die drei Jugendlichen zusammen, um den Täter zu finden. Eine abenteuerliche – und auch gefährliche – Reise ins Reich der Magie beginnt …

Anfangs liest sich die Geschichte ein wenig wie die eines anderen jugendlichen Magiers (Ihr wisst schon, der mit der Narbe auf der Stirn ;-)), da es große Ähnlichkeiten gibt. Nach und nach verwischen diese aber immer mehr und schließlich steckt der Leser in einer ganz eigenen Geschichte.

Die Autorin schafft es durch ihre Sprachmagie den Leser gefangen zu nehmen. Sie hat, nicht nur mit Simon, sehr ausdrucksstarke und sympathische Charaktere geschaffen. Leider sind viele Szenen jedoch so ausführlich beschrieben, dass mindestens ein Drittel einfach gestrichen werden könnte, ohne das es für die Handlung von Bedeutung ist.

Der Verlag gibt hier eine Altersempfehlung von 12 – 14 Jahren. Das finde ich in Ordnung, da die (jungen) Leser sich so am Besten in die Geschichte hineinversetzen können. Für Ältere kann es durchaus schon ein wenig zu langweilig sein.

~°~ Fazit ~°~

Eine zauberhafte Geschichte mit starken Charakteren. Spannend, wenn auch teils etwas langatmig.

Moderne vs. Sicherheit [Rezension – Thriller]

~°~ Das Buch ~°~

JP Delaney

The Girl Before

400 Seiten

Penguin [25.04.2017]

ISBN 9783328100997

~°~ Klappentext ~°~

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Bereits der Einband verströmt eine tolle Mischung aus kalter Moderner und wirkt spannungsgeladen. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Wohnhaus, gerade, strukturiert und voller Regeln verströmt es den Charme eines überdimensionalen Kühlschranks – und ist dennoch so beliebt, dass viele darin wohnen möchten. Doch, um in diesem Haus wohnen zu dürfen, muss erst einmal der Vermieter, welcher gleichzeitig der Architekt ist, überzeugt werden. Dazu müssen Bewerber unter anderem einen über 200 Frage langen Fragebogen ausfüllen. Enthalten sind so Fragen wie z.B.: „Eine nahestehende Person berichtet dir im Vertrauen, sie habe im betrunkenen Zustand jemanden überfahren, deshalb habe sie endgültig mit dem Trinken aufgehört. Fühlst du dich verpflichtet, das bei der Polizei anzuzeigen? O Ja O Nein“. – Einige dieser Frage sind am Anfang der Kapitel abgedruckt, was dazu führt, dass man sich als Leser zwangsläufig selbst dazu verleitet fühlt, sich mit dieser auseinanderzusetzen und für sich selbst zu beantworten. Das war ein nettes Goodie. (Es wäre toll gewesen, wenn der Fragebogen am Ende mit abgedruckt gewesen wäre. Aber wer weiß, vielleicht gibt es den ja irgendwann einmal als separates Buch. ;-))

Nach einem Überfall in ihrer Wohnung wünscht sich Jane einen Neuanfang. Zusammen mit ihrem Freund begibt sich auf die Suche nach etwas Passendem, was bei ihrem geringen Budget und den dafür hohen Ansprüchen alles andere als einfach erscheint. Doch dann bekommt sie ein Haus in einem Londoner Stadtteil angeboten, dass ganz anders ist als alles bisher Gesehene. Nicht nur von der Optik, sondern auch und besonders vom Sicherheitsempfinden her. Es gibt keinen Zweifel, Jane will dieses Haus. Mit größter Sorgfalt und vor allen Dingen Ehrlichkeit beantwortet sie jede noch so kuriose Frage des Vermieters – und bekommt den Mietvertrag. Dass zuvor bereits eine Frau in diesen Räumlichkeiten gestorben ist, welche auch noch große Ähnlichkeit mit ihr hatte, stört sie nicht. Nach und nach bemerkt Jane wie sie sich verändert – und auch das ihr neues Haus alles andere zu sein scheint, als eben nur eine Wohnunterkunft. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr fürchtet sich die Frau in dem Betonklotz. War der Tod der Vormieterin etwa doch kein Unfall? Jane beginnt Nachforschungen anzustellen und gerät dabei in große Gefahr …

Die Geschichte in sehr modern und bietet gute Einblicke in die Welt der Technik und des „Smart Home“. Vor- und Nachteile werden deutlich, alleine an Hand der Nutzung durch die Protagonisten. Nach der Lektüre bekommt man als Leser einen ganz anderen Blick auf die Nutzung seiner (personenbezogenen) Daten.

Ein packender Schreibstil rundet die ohnehin spannende Geschichte ab.

~°~ Fazit ~°~

Mir hat „The girl before“ wirklich sehr gut gefallen. Nicht nur das die Handlung an sich für ein Buch (fast) etwas Neues ist, auch der Schreibstil hat mich gepackt. Nicht zuletzt äußerst positiv hat mich überrascht, die Auflösung, denn der Täter war … – jemand den ich nicht vermutet hatte. Volle Sternchen am Rezensionshimmel für diesen modernen Thriller und eine eindeutige Leseempfehlung für alle Spannungsliebhaber.

Ihr Flüstern ist dein Tod … [Rezension – Novelle]

~°~ Das Buch ~°~

Marie H. Mittmann

Das Erbe der Eule

68 Seiten

Amrun [03.11.2016]

ISBN 9783958692657

~°~ Klappentext ~°~

Wenn der Nebel aufzieht und alles verstummt, dann lauf, denn die Geflüster kommen. Sie schleichen sich in die Köpfe ihrer Opfer und flößen ihnen tödliche Gedanken ein. Nur ein einziger Mensch, genannt die Eule, hat je die Begegnung mit ihnen überlebt. Alden, der alles verloren hat, muss ihn finden, um seine Familie zu rächen. Doch er ahnt nicht, wie hoch der Preis dafür ist.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Aldens Familie wird von Wesen die sich „Flüsterer“ nennen in den Selbstmord getrieben. Der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 12jährige Junge hat nur noch ein Ziel vor Augen: Diese Mörder vernichten! Doch wo soll man etwas suchen, was man nicht sehen kann – und stirbt, sobald man sie sieht? Alden hört von einem Mann, der nur „Die Eule“ genannt wird, die Legende besagt das dieser Mann bereits einen Flüsterer getötet – und überlebt hat. Die Suche nach diesem ominösen Mann dauert und dauert, bald glaubt Alden an einen Mythos, doch dann kommt er in ein kleines Dorf in dem ein verschrobener Alter lebt …

Zwischen diesen Abschnitten liegen oft mehrere Jahre, doch obwohl es sich hier um eine sehr kurze Geschichte handelt, fehlt es an Nichts. Die Handlung ist aufgeschlossen und

Die Geschichte kommt ohne viel wörtliche Rede aus. Im Vordergrund liegen hier, neben den eigentlichen Handlungen, bildliche Beschreibungen. Durch diese ist es mehr ein Erleben, als ein Lesen.

Die Autorin Marie H. Mittmann hat einen außergewöhnlichen und mutigen Schreibstil. Sie schafft es auf wenigen Seiten eine prägnante und spannende Geschichte zu erschaffen.

~°~ Fazit ~°~

Für alle die eine Geschichte nicht nur lesen, sondern erleben möchten.

Sterbender Schwan [Rezension – Jugendthriller]

~°~ Das Buch ~°~

Corinna Bomann

Schwanentod

368 Seiten

Coppenrath [20.07.2016]

ISBN 9783649616832

~°~ Klappentext ~°~

Ein grausiger Fund erschüttert das Leben auf der beschaulichen Urlaubsinsel Rügen: Die aufstrebende Ballerina Sandrine treibt in einem Schwimmbecken – tot, mit abgeschnittenen Füßen und umgeben von weißen Schwanenfedern. Die 17-jährige Clara liest in der Lokalzeitung von dem Mord. Als sie kurze Zeit später eine bedrohliche anonyme SMS erhält, wird ihr klar, dass es jemand auch auf sie abgesehen hat. Etwa Sandrines Killer? Was plant er als Nächstes? Clara beginnt zu recherchieren und schaut hinter die Fassade der Ballettwelt, in der ein harter Konkurrenzkampf herrscht. Dabei ahnt sie nicht, dass ein Spiel begonnen hat, bei dem nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Freunde in tödlicher Gefahr ist.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover ist recht schlicht gehalten und zeigt dennoch sehr eindrucksvoll worum die Geschichte handelt: Ballerinen. – Genau genommen geht es anfangs nur um eine. Ein „gestorbener Schwan“, denn das tote Mädchen sollte die Hauptrolle im „Der Schwanensee“ tanzen. Doch der Mörder hat ihr die Füße abgeschnitten. Ein Hinweis auf den Beweggrund? – Clare, ihres Zeichens Schülerin, bekommt einen Hinweis vom „Ratgeber“ und soll sich auf die Jagd nach dem Mörder begeben. Macht sie das nicht, wird sie das verlieren, was sie am meisten liebt …

Bei „Schwanentod“ handelt es sich um den zweiten Band der Reihe, rund um Clara Hansen. Leider findet sich dieser Hinweis lediglich in der Autorenvita. Nicht einmal der Klappentext oder ähnliches weist darauf hin. An sich wäre es nicht schlimm, allerdings hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir Wissen fehlt. Oft beziehen sich die Protagonisten auf den vorangegangen Fall, da ich diesen nicht kenne, war es teils etwas verwirrend.

Was mir ebenfalls nicht wirklich gefallen hat sind die ganzen Fachbegriffe. Klar geht es hier ja voranging ums Ballett und insofern gehören diese in die Geschichte. Nur wäre es schön gewesen, wenn diese zumindest erklärt worden wären. (Dieses ist leider nur bei sehr wenigen der Fall.)

Corina Bomann hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Sie schreibt flüssig und schafft es Spannung aufzubauen.

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 14-17 Jahren. Ich finde 17 Jahre schon fast ein wenig zu alt, denn dafür fehlt ein wenig der Nervenkitzel. Es ist zwar spannend, aber eben jetzt nicht so wie Bücher für Erwachsene (und 17 ist ja nun schon fast Erwachsen ;-)).

~°~ Fazit ~°~

Ein spannender Roman, der allerdings an einigen Stellen unglaubwürdig wirkt und bei dem der Lesespaß etwas getrübt wird, wenn der Inhalt des Vorgängerbandes unbekannt ist.

 

~ Reihe ~

Schwanentod [Band 2]

Krähenmann [Band 1]