Eine (neue) Göttin ist erkoren – und eine neue Religion gleich mit

Nach den Pastafari, die ursprünglich als Spaßreligion gegründet wurde, sind wir an Glaubensrichtungen ja so einiges gewohnt. Wen wunder es, dass nun etwas Neues um die Ecke kommt?

Beyism. So heißt eine neue Religion aus den USA. Die Gründerin Pauline John Andrews hat kurzerhand die Sängerin Beyoncé Knowles als neue Göttin auserkoren. Ihre Kirche nennt sich „National Church of Bey„. Gerüchten zufolge soll es demnächst auch eine „Beyble“ erscheinen. Andrews kündigte an, dass es nicht nur eine eigene Kirche geben soll, sondern sogar ein Treffen mit der Gottheit. Vielleicht ist ja gerade das die Faszination an Beyism. Wann hat man denn sonst schon die Möglichkeit seinen Gott (vor dem eigenen Tod) persönlich zu treffen? 😉

Ich kann hier nur wieder ein Zitat von Klaus Eberhartinger bringen, da es einfach zu treffend ist:

„Jeder soll glauben, was er glauben muss.

Nur soll er nicht glauben, dass die anderen das auch glauben müssen.

Dann haben wir kein Problem.“

Ob sich viele Gläubige finden und Beyism zu einer neuen Weltreligion aufsteigt bleibt abzuwarten.

 

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Urlaub 11.1 – Glauben und glauben lassen

„Es ist nur eine Religion, aber es kann vielerlei Arten des Glaubens geben.“

[Immanuel Kant]

Wie viele von euch wissen bezeichne ich mich als ungläubige Christin, immerhin bin ich zwar konfirmiert, habe das Glaubensbekenntnis aber nie mitgesprochen. (Ihr hättet das Gesicht der Pastorin vor voll versammelter Kirchengemeinde sehen soll!!! :D:D:D) Na ja, jedenfalls ist es mir so ziemlich egal wer an Gott, Mohamed, Allah, das Fliegende Spaghettimonster, heidnische Götter und wie sie alle heißen glaubt. Mit einer Ausnahmen: Die jeweilige Religion sollte sich der/ die Gläubige schon selbst ausgesucht haben. Zumindest jeder Erwachsene mit gesundem Menschenverstand (Ich weiß, ein Widerspruch an sich.), sollte dazu in der Lage sein.

In meiner derzeitigen Heimatstadt scheinen einige das anders zu sehen, denn laut einem aktuellen Bericht prüft die Innenbehörde gerade, ob die Koran-Stände in der Innenstadt verboten werden können. Der Verfassungsschutz scheint sich tatsächlich auf die Seite der Gegner zu stellen. Der Chef des selbigen soll argumentiert haben, dass diese Stände dazu beitragen können, unentschlossene Menschen in die radikale Salafismus-Szene zu ziehen. Laut seinen Angaben stehen hinter diesen Ständen keine friedvollen Muslime, sondern Salafistenvereine, welche den Koran „in seiner ursprünglichen Form“ auslegen.

NATÜRLICH bin auch ich gegen Terror, Abschlachtungen, Selbstmordattentätern usw.. Allerdings bin ich auch für das Recht auf freie Meinungsäußerung. (Stellt euch mal vor, ich könnte hier gar nicht mehr das Schreiben, was ICH meine, ohne gleich verhaftet zu werden… Wir haben es gut in Europa.)

Auch andere „Organisationen“ verteilen Ihre Werke: Man denke nur an den Kirchenbrief (Ev. + Kath. Kirche) , den man stets im Briefkasten vorfindet, auch wenn man keiner Kirche angehört oder an den Wachtturm (Zeugen Jehova), welche überall stehen (Bei uns sogar drei Pärchen in nur einer Straße!) und ab und an sogar vor der Tür stehen. Zwei Beispiele für viele …

Meiner Meinung nach, kann bei anderen Religionen ähnliches passieren. – Im Übrigen habe den Koran vor Jahren einmal gelesen und bin noch immer genauso (un)gläubig wie vorher. Meine Ambitionen irgendwelche Kirchen oder sonstige Gebäude in die Luft zu sprengen halten sich auch arg in Grenzen (auf Null) …

Macht es also Sinn die Koranstände zu verbieten? Was meint ihr?

Heiliges Spagehttimonster! [Das Wort zum Sonntag]

„Früher“ war es so, dass viele Menschen am Sonntag – in ihrer besten Kleidung – in die Kirche gingen um einen Gott (oder auch mehrere) anzubeten.

Dann wurden es immer weniger und heute sieht man, zumindest hier zu Lande, nur noch wenige „verirrte Seelen“.

Vielleicht liegt das ja daran, dass Religion und Glaube in unser heutigen Zeit irgendwie „langweilig“ geworden sind!?

Wie gut dass Glaube nicht nur Berge versetzen, sondern auch neue Religionen schaffen kann.

So zum Beispiel gibt es eine „Religion“ die das „Fliegende Spaghettimonster“ anbetet und verehrt!

Nein, das ist KEIN Scherz!

Spaghettimonster

Falls also jemand von euch dieses .. ähm … Wesen anbeten möchte,

hier geht es zur Kirche:

Church of the flying Spaghetti Monster

Leg das Geschirr an und entspanne dich … Kirche goes YOGA

An was denkt ihr zuerst, wenn ihr „San Francisco“ hört? Californian? Cable Cars? Fisherman’s Wharf?

Und was denkt ihr zuerst, wenn ihr an “Kirche” denkt? Religion? Holzbänke? Beichte?

Merkt euch eure Antwort und beantwortet nun folgende Frage:

 Was denkt ihr, wenn ihr an San Francisco UND Kirche (gleichzeitig) denkt?

Eure Antwort lautet etwa so wie „Eine Kirche die in San Francisco steht.“? Schon nicht schlecht, aber die „richtige“ Antwort lautet: YOGA!

YogaIn der „Grace Cathedral“ (protestantisch-episkopal) findet wöchentlich eine Yoga-Stunde statt. Nicht auf einem Vorplatz oder ähnlichen, sondern mitten IN der Kirche: Menschen jeden Alters breiten ihr Matten zwischen den Holzbänken und rund um den Altar aus. Dabei befolgt die Kirche hier zumindest einen Grundsatz: Jeder ist willkommen. Hautfarbe, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung und auch die Konfession spielen hier keine Rolle. (Sollte die Kirche wirklich etwas dazu gelernt haben?) Allerdings bittet die Kirche um eine „Spende“ von $ 10 – $ 20. Das entspricht derzeit ca. 8 – 9 Euro. Ich kenne zwar die Mitgliedgebühren für Sportstudios in den USA nicht, aber würde man in Deutschland jeder Woche an dem „Kirchenkurs“ teilnehmen, käme man auf über 30 Euro/ mtl.. Eine Mitgliedschaft, bei der man auch mehr als 1x/ Woche teilnehmen kann, wäre sicher günstiger. Aber würde es auch so viel Spaß machen? Ich habe zwar nicht vor in die Kirche zu gehen, aber allein der Gedanke dass, wenn ich dort durch das Tor schreiten würde, sich vor mir ein Raum erstreckt, in dem lauter Menschen die verschiedensten Verrenkungen durchführen! Herrlich! In jedem Fall mal etwas anderes, als nur gefaltete Hände zu sehen. Und überlegt mal, wie wohl z.B. was ein Tourist, der mit einer „ganz normalen Kirche“ rechnet, wohl bei so einem Anblick denken würde! 😀

Aber (leider) wird das in Deutschland wohl eher nicht passieren. – Ob man in die Hölle kommt, wenn man zum Gottesdienst einfach seine Yogamatte ausbreitet? Liese sich ein Flashmob draus machen. *g* – Auch andere Länder sind dabei eher prüde. So wurde z.B. eine Yoga-Gruppe in der „Bridge Methodist Church“ (bei Manchester, England) verboten. Die Pfarrerin ist der Meinung, dass solche ein Gruppe „spirituell angreifbar“ sei und somit in ihrem „christlichen Glauben verwirrt werden könnte“. Die Gründerin der Gruppe ist empört und reagierte – mit einer Einladung für die Pfarrerin in die Gruppe, damit diese dort ihre Angst verlieren kann! Leider konnte ich nicht heraus bekommen, ob die gute Dame die Einladung annahm. Ich denke aber eher nicht …

Um die, ich nenne es mal „Ängste“, der Kirche zu verstehen, muss man wissen woher Yoga überhaupt kommt. Hier bei uns, im westlichen Teil, wird darunter fast immer die Sportart an sich verstanden. Ursprünglich stammt Yoga aus Indien und dessen Wurzeln liegen im Hinduismus, sowie Teilen des Buddhismus verankert. Ein sehr schöner Vergleich: „Das Individuum wird hier als ein Reisender im Wagen des materiellen Körpers gesehen. Der Wagen ist der Körper, der Kutscher der Verstand, die fünf Pferde die fünf Sinnesorgane, der Fahrgast die Seele, und das Geschirr heißt im Indischen „Yoga“.“ [Quelle: Wikipedia]

Und wie die meisten von uns ja wissen, sind Kirchen nicht besonders tolerant, wenn es darum geht, sich anderen Religionen etc. zu öffnen …

http://labyrinthyoga.com

Der Unheimliche Harlekin

Immer wieder werden Tiere von den Menschen als mystische Wesen angesehen.

Währen bei den alten Ägyptern die Katze heilig war, wurde sie in Europa  gegen Ende des Mittelalters immer mehr verteufelt. Wie fast nicht anders zu erwarten, hatte dabei die Kirche ihrer Finger im Spiel. Die Katze genoss als heidnische Gottheit ein sehr hohes Anwesen. Da ein Christ ja nur einen Gott haben soll, wurde sie daher kurzerhand zum Abbild Satans erklärt. Da die Farbe schwarz zudem als dämonisch angesehen wurde, kam später der Glaube auf Hexen würden sich in schwarze Katzen verwandeln, um so unerkannt Unheil anzurichten. (Während der Hexenverfolgungen wurde versucht die Katzen auszurotten. Jeder, der eine Katze besaß, musste fürchten mit Hexerei in Verbindung gebracht zu werden und wurde verbrannt …)

Wie ihr ja wisst gibt es bei uns gleich zwei „schwarze Teufel“. (Der Dritte erobert die Welt, auf seinen eigenen Wunsch hin,  andernorts.) Gehen wir einfach mal davon aus, es würde sich bei den beiden tatsächlich um ähm, sagen wir mal, magische Wesen handeln.

Phex wäre dann wohl ein ungeschickter Magier. Jung und unerfahren. So wie er teilweise herzzerreißend miaut klingt es, als könne er den Zauber nicht rückgängig machen und ist im Katzenkörper gefangen. Amer Kerl.

Harlekin indes müsste wohl so etwas wie ein Obermagier oder Hexenmeister sein. Er ist manchmal (öfter) so intelligent, dass es schon unheimlich wird. Erfreulicherweise sieht er dabei Herrchen und Frauchen scheinbar noch eine Stufe über sich. Aufträge erfüllt er mit Bravour. (Ich berichtete über die letzte Opfergabe.)

Gestern Abend war es dann wieder soweit. Beim abendlichen Katzengutenachtknuddler blickte Herrchen tief in die leuchtend gelben Augen des Schlitzohres und sprach:

„Harlekin, Phex hat gestern etwas gebracht. Du hast Frauchen letztes Mal beschenkt, jetzt bin ich wieder dran. Eine Röstbratwurst wäre zwar klasse, aber ich glaube bei diesem Wetter hat wohl keiner gegrillt. [Anmerkung der Autorin: Es regnete bereits den halben Tag.] Dan nehme ich eine Maus. Eine ganz junge und noch schön frisch und saftig.“

Während ich noch lesend im Bett lag lief eine miauende Katze durch mein Zimmer. Von der Stimmer her ordnete ich es einem der Grauen zu. Wie sich heraus stellte handelte es sich um Nimoeh die Herrchen mit einer, frischen jungen, Maus beschenkte. (Vielleicht hatte sie die Aufforderung gehört und wollte ihrem Mitkater ein Schnippchen schlagen!?)

Doch Harlekin wäre nicht Harlekin, wenn in dieser Nacht nicht noch etwas passieren sollte.

Es muss wohl wieder so gegen vier Uhr gewesen sein. (Scheinbar die magische Uhrzeit für Katzen.) Irgendetwas war da neben mir. Es war kalt und glatt, dieses mal aber nicht glitschig. Meine Hand tastete sich zum Lichtschalter. Heute mal ohne Hechtsprung aus dem Bett, aber wieder mit einem breiten Schmunzeln auf den Lippen:

Erinnern wir uns noch einmal an Herrchens Bestellung. Er wünschte sich eine Rostbratwurst, ging aber davon aus das niemand gegrillt hätte. Nun, anbetracht meines Geschenkes stimmt dies vielleicht nur bedingt (Elektrogrill?). Aber trotzt aller Hindernisse brachte Harlekin das, was am nächsten heran kam. Er hatte es eindeutig verstanden!

Womit Harlekin mich erfreute?

Mit der (leider leeren) Packung von Rostbratwürstchen!!! 😀

Rostbratwurst