Dieses Lager hat es in sich! [Rezension – Jugendthriller]

~°~ Das Buch ~°~

Andy Briggs

Inventory

Tresor der gefährlichen Erfindungen

264 Seiten

Arena [19.06.2017]

ISBN 9783401603636

~°~ Klappentext ~°~

Devs Leben war bisher eigentlich ziemlich langweilig. Zwar lagern in dem gigantischen Tresor unter der Farm, auf der er mit seinem Onkel lebt, die so ziemlich coolsten Erfindungen der Welt. Aber Dev darf niemandem vom Inventory erzählen. Da tauchen eines Tages zwei Schulkameraden auf und wenig später steht die Farm unter Beschuss. Dev, Mason und Lot fliehen ins Inventory. Mit HoverBoards, Atomisierern und anderer High-Tech ausgerüstet, bleibt den dreien nur wenig Zeit, die Verbrecher zu enttarnen und die mächtige Kriegswaffe namens Eisenfaust zu finden. Schon bald kämpfen sie um ihr Überleben. Denn sie sind die Einzigen, die verhindern können, dass die gefährlichen Erfindungen in die falschen Hände geraten.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Schon alleine das tolle Cover verleitet einfach dazu, dass Buch in die Hand zu nehmen. Eine blaue Faust mit Platinen, welche im Licht glänzt. Es handelt sich um die „Eisenfaust“, eine mächtige Kriegswaffe, um die es sich in der Geschichte zum großen Teil dreht. Das metallisch wirkende Blau ist einfach super schön – und ich kann gar nicht aufhören, mit dem Buch „umherzuwackeln“. 😉

Ein Junge, den seine Mitschüler für einen Freak halten, muss plötzlich ihr Leben retten. Alles nur, weil sein Onkel ihm so einiges nicht erzählt hat. Erst stehen merkwürdige Leute vor der Farm und plötzlich beginnt eine Jagd aus Leben und Tod. Doch dann tauchen noch andere Gestalten auf, die verlangen dass Dev ihnen die Eisenfaust besorgt. Immerhin sind sie die Guten – oder vielleicht doch nicht? Und wo ist überhaupt Devs Onkel abgeblieben? Stecken seine Klassenkameraden hinter alledem? Während dem Jungen nicht nur tausend Fragen durch den Kopf schwirren, sondern er auch noch um sein Leben fürchtet, stößt Dev auf eine Wahrheit die er nie für möglich gehalten hätte …

Der packende Schreibstil gefällt mir richtig gut. Es war schon teilweise fast so, als würde ich einen Thriller für Erwachsene lesen, nur eben ohne schwierige Wörter. Viele technische Errungenschaften, die fast aus der Zukunft stammen können, tauchen auf. Hierbei werden oft auch physikalische Zusammenhänge einfach erklärt. Schön ist natürlich auch, dass der Leser hier kein technisches Vorwissen oder ähnliches benötigt, um den Inhalt zu verstehen.

Das empfohlene Lesealter liegt bei 10 – 12 Jahren. Dieses finde ich durchaus angemessen. In diesem Alter können sich die jungen Leser am besten in die Protagonisten hineinversetzen. – Spannend ist die Geschichte aber auch für „Ältere“. 😉

~°~ Fazit ~°~

Für alle die ein spannendes und wohl auch etwas anderes Abenteuer erleben möchten. Ich freue mich bereits auf den Folgeband.

~ Reihe ~

[Band 2 folgt im Frühjahr 2018]

Tresor der gefährlichen Erfindungen [Band 1]

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Ihr Flüstern ist dein Tod … [Rezension – Novelle]

~°~ Das Buch ~°~

Marie H. Mittmann

Das Erbe der Eule

68 Seiten

Amrun [03.11.2016]

ISBN 9783958692657

~°~ Klappentext ~°~

Wenn der Nebel aufzieht und alles verstummt, dann lauf, denn die Geflüster kommen. Sie schleichen sich in die Köpfe ihrer Opfer und flößen ihnen tödliche Gedanken ein. Nur ein einziger Mensch, genannt die Eule, hat je die Begegnung mit ihnen überlebt. Alden, der alles verloren hat, muss ihn finden, um seine Familie zu rächen. Doch er ahnt nicht, wie hoch der Preis dafür ist.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Aldens Familie wird von Wesen die sich „Flüsterer“ nennen in den Selbstmord getrieben. Der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 12jährige Junge hat nur noch ein Ziel vor Augen: Diese Mörder vernichten! Doch wo soll man etwas suchen, was man nicht sehen kann – und stirbt, sobald man sie sieht? Alden hört von einem Mann, der nur „Die Eule“ genannt wird, die Legende besagt das dieser Mann bereits einen Flüsterer getötet – und überlebt hat. Die Suche nach diesem ominösen Mann dauert und dauert, bald glaubt Alden an einen Mythos, doch dann kommt er in ein kleines Dorf in dem ein verschrobener Alter lebt …

Zwischen diesen Abschnitten liegen oft mehrere Jahre, doch obwohl es sich hier um eine sehr kurze Geschichte handelt, fehlt es an Nichts. Die Handlung ist aufgeschlossen und

Die Geschichte kommt ohne viel wörtliche Rede aus. Im Vordergrund liegen hier, neben den eigentlichen Handlungen, bildliche Beschreibungen. Durch diese ist es mehr ein Erleben, als ein Lesen.

Die Autorin Marie H. Mittmann hat einen außergewöhnlichen und mutigen Schreibstil. Sie schafft es auf wenigen Seiten eine prägnante und spannende Geschichte zu erschaffen.

~°~ Fazit ~°~

Für alle die eine Geschichte nicht nur lesen, sondern erleben möchten.

Sterbender Schwan [Rezension – Jugendthriller]

~°~ Das Buch ~°~

Corinna Bomann

Schwanentod

368 Seiten

Coppenrath [20.07.2016]

ISBN 9783649616832

~°~ Klappentext ~°~

Ein grausiger Fund erschüttert das Leben auf der beschaulichen Urlaubsinsel Rügen: Die aufstrebende Ballerina Sandrine treibt in einem Schwimmbecken – tot, mit abgeschnittenen Füßen und umgeben von weißen Schwanenfedern. Die 17-jährige Clara liest in der Lokalzeitung von dem Mord. Als sie kurze Zeit später eine bedrohliche anonyme SMS erhält, wird ihr klar, dass es jemand auch auf sie abgesehen hat. Etwa Sandrines Killer? Was plant er als Nächstes? Clara beginnt zu recherchieren und schaut hinter die Fassade der Ballettwelt, in der ein harter Konkurrenzkampf herrscht. Dabei ahnt sie nicht, dass ein Spiel begonnen hat, bei dem nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Freunde in tödlicher Gefahr ist.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Das Cover ist recht schlicht gehalten und zeigt dennoch sehr eindrucksvoll worum die Geschichte handelt: Ballerinen. – Genau genommen geht es anfangs nur um eine. Ein „gestorbener Schwan“, denn das tote Mädchen sollte die Hauptrolle im „Der Schwanensee“ tanzen. Doch der Mörder hat ihr die Füße abgeschnitten. Ein Hinweis auf den Beweggrund? – Clare, ihres Zeichens Schülerin, bekommt einen Hinweis vom „Ratgeber“ und soll sich auf die Jagd nach dem Mörder begeben. Macht sie das nicht, wird sie das verlieren, was sie am meisten liebt …

Bei „Schwanentod“ handelt es sich um den zweiten Band der Reihe, rund um Clara Hansen. Leider findet sich dieser Hinweis lediglich in der Autorenvita. Nicht einmal der Klappentext oder ähnliches weist darauf hin. An sich wäre es nicht schlimm, allerdings hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir Wissen fehlt. Oft beziehen sich die Protagonisten auf den vorangegangen Fall, da ich diesen nicht kenne, war es teils etwas verwirrend.

Was mir ebenfalls nicht wirklich gefallen hat sind die ganzen Fachbegriffe. Klar geht es hier ja voranging ums Ballett und insofern gehören diese in die Geschichte. Nur wäre es schön gewesen, wenn diese zumindest erklärt worden wären. (Dieses ist leider nur bei sehr wenigen der Fall.)

Corina Bomann hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Sie schreibt flüssig und schafft es Spannung aufzubauen.

Der Verlag empfiehlt hier ein Lesealter von 14-17 Jahren. Ich finde 17 Jahre schon fast ein wenig zu alt, denn dafür fehlt ein wenig der Nervenkitzel. Es ist zwar spannend, aber eben jetzt nicht so wie Bücher für Erwachsene (und 17 ist ja nun schon fast Erwachsen ;-)).

~°~ Fazit ~°~

Ein spannender Roman, der allerdings an einigen Stellen unglaubwürdig wirkt und bei dem der Lesespaß etwas getrübt wird, wenn der Inhalt des Vorgängerbandes unbekannt ist.

 

~ Reihe ~

Schwanentod [Band 2]

Krähenmann [Band 1]

Klassenfahrt des Grauens [Jugendthriller]

Ich lese sehr gerne Thriller und war neugierig auf diesen Jugendthriller. Ob er genauso spannend sein würde, wie einer für Erwachsene? Der Klappentext jedenfalls versprach Nervenkitzel, ob ich eine Gänsehaut bekam, erfahrt ihr heute. 😉

~°~ Das Buch ~°~

Claudia Puhlfürst

Fürchte die Nacht

368 Seiten

Coppenrath [16.02.2017]

ISBN 9783649671275

Erhältlich als Taschenbuch und E-Book

~°~ Klappentext ~°~

Eine Woche Exkursion ins Nirgendwo – auf so eine Idee können auch nur verschrobene Biolehrer kommen, finden Lena und ihre beste Freundin Anne. Rund um ihr Landschulheim gibt es nichts als hohe Bäume und dichtes Unterholz. Zumindest eignet sich dieser Ort bestens für nächtliche Mutproben, und gleich am ersten Abend fordern die Jungs Lena und ihre Freundinnen dazu heraus, mit ihnen im Wald zu übernachten. Doch spät in der Nacht wird Anne von einer vermummten Gestalt angegriffen und gleich am nächsten Abend kommt es zu einem weiteren Überfall. Ein Mädchen aus der Gruppe wird im Wald erdrosselt aufgefunden! Völlig traumatisiert bricht die Klasse den Ausflug ab – doch der Mörder muss ihnen nach Hause gefolgt sein und lauert schon auf sein nächstes Opfer …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Auf einer Klassenfahrt schleicht sich eine kleine Gruppe davon, um im Wald zu übernachten. Als die Schüler eine Mutprobe machen, wird Anne angegriffen. Sie denken sich nicht besonders viel darüber nach und schleichen sich am nächsten Abend ebenfalls wieder davon. Eine Mitschülerin verschwindet und wird Tod aufgefunden. Auch Anne ist geschockt, doch sie hat einen Plan: Den Mörder zu finden.

Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden. Er ist weit über Kinderbücher hinaus und hat bereits erste Züge eines „Erwachsenenbuches“. Der Spannungsaufbau ist, sogar an mehreren Stellen, sehr gut umgesetzt. Die Sprache ist leicht verständlich und der Roman lässt sich flüssig lesen.

Das empfohlene Lesealter von 14-17 Jahren halte ich für angemessen. Für wesentlich jüngere Leser ist die Geschichte nicht geeignet. Dafür können das Buch auch gut und gerne (ältere) Erwachsene lesen, die es vielleicht nicht ganz so nervenaufreibend mögen.

~°~ Fazit ~°~

Den wichtigsten Punkt, der (für mich) einen guten Thriller ausmacht hat „Fürchte die Nacht“ erfüllt: Überraschungsmomente und eine Auflösung mit der ich nicht gerechnet habe. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen, auch wenn ein Jugendthriller, natürlich nur sehr grob mit einem Erwachsenenthriller vergleichbar ist. Mich konnte er Überzügen, daher gibt es Leseempfehlung für alle die Lust auf (seichten) Nervenkitzel verspüren.

Atemberaubend und beängstigend

Heute gibt es mal etwas Ungewöhnliches.

Ein Video mit Ausblick auf ein neues Buch, welches ich euch in Kürze vorstellen werde.

Aber zur Einstimmung gibt es keinen Buchtrailer, sondern REAL LIFE.

Und? Erraten welches Buch ich gerade für euch lese? 😉

Falscher Verdacht [Rezension – Thriller]

~°~ Das Buch ~°~

Peter Gallert und Jörg Reiter

Glaube Liebe Tod

Ein Martin-Bauer-Krimi

416 Seiten

Ullstein [12.05.2017]

ISBN 9783548288918

Als Taschenbuch, E-Book und Hörbuch

~°~ Klappentext ~°~

Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel …

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Auf dem Titelbild ist ein Mann auf einer Brücke zu sehen. Wer den Klappentext liest erkennt schnell, dass der Mann dort nicht die Aussicht genießt. Ein durchaus passendes Motiv. Mir persönlich gefällt die Farbgebung jedoch gar nicht.

~ Geschichte ~

Martin Bauer ist Polizeiseelsorger. So kommt es das er einen Polizisten vor dem Sprung von einer Brücke bewahrt. Doch kurze Zeit später ist der Mann tot. Selbstmord, so heißt es. Bauer überkommen Selbstzweifel. Was hat er falsch gemacht? Dann kommt er ins Gespräch mit Kollegen von der Wache. Langsam keimt im Seelsorger der Verdacht, dass der Polizist gar keinen Selbstmord begangen hat. Alle Spuren führen, vorbei an korrupten Beamten, ins Rotlichmilieu …

Mit haben besonders die vielen bildlichen Beschreibungen, gemischt mit einer guten Portion gefallen. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl das sich Bauer selbst (als Theologe) nicht ganz so ernst nimmt. – Und zugegebener Maßen hat ihn das menschlich und nahbar gemacht. Mir gefällt er Protagonist, der auch mal unkonventionelle Dinge macht sehr gut. Da seine Rolle nun einmal den Polizeiseelsorger beinhaltet, bleibt es wohl nicht aus, dass es immer wieder religiöse Anspielungen und auch Bibelverse gibt. Diese sind jedoch in Maßen vorhanden und damit erträglich.

Der Handlungsaufbau ist spannend gestaltet. Die Geschichte beginnt schon direkt mit einem einschneiden Erlebnis.

~ Schreibstil [Buch] ~

Ein Höhepunkt jagt den Nächsten, so dass ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Keine schwierigen Wörter oder ellenlange Fußnoten, die mein Vorankommen gebremst hätten.

~ Sprecher [Hörbuch]~

Die rauchig dunkle Stimme auf des Sprechers ist super. Sie passt sehr gut zu den einzelnen Protagonisten, besonders aber – Oliver Siebeck möge mir verzeihen – ins Rotlichmilieu. Die Stimmlagen werden so verändert, dass ich teilweise das Gefühl hatte wirklich verschiedene Personen zu hören, Männlein wie Weiblein. Respekt. Es hat wirklich Spaß gemacht zuzuhören.

~°~ Fazit ~°~

Sowohl das geschriebene Buch, als auch das Hörbuch haben mich, mit der spannenden Geschichte, total in ihren Bann gezogen. Wer sich nun fragt, ob er/ sie lieber zum Geschrieben oder zum Gesprochenen greifen soll, dem kann ich die Entscheidung leider nicht abnehmen, denn beide stehen sich in Nichts nach.

~ Reihe ~

Glaube Liebe Tod [Band 1]

Zerhackstückelt [Rezension]

~°~ Das Buch ~°~

Moa Graven

Fremder

Cri-ki-Verlag [01.05.2017]

E-Book / auch erhältlich als Taschenbuch

~°~ Klappentext ~°~

Ein ganz normaler Freitag in Ostfriesland. Johann und Talea Schmees gehören auch zu denen, die sich ins Einkaufsgetümmel in Aurich stürzen. Als sie endlich fertig sind, machen sie sich auf den Weg nach Rechtsupweg zu Taleas Eltern. Doch sie kommen nicht dort an, denn sie machen auf der Landstraße einen Fund, der sich erst auf den zweiten Blick als grausame Entdeckung entpuppt. In einem Müllsack befinden sich Hände, Arme und Füße. Die Extremitäten von Toten. Was steckt dahinter? Jan Krömer und Lisa Berthold werden mit dem Fremden im Menschen konfrontiert.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

~ Cover ~

Auf dem Cover ist ein Mann im strömenden Regen zu sehen, wie er die Fäuste ballt. Sein Gesicht ist zwar nicht zu erkennen, doch er wirkt wütend. Genau dieses Cover hat mich angezogen, denn durch den Bildschnitt und die eher düstere Gestaltung hat es etwas Geheimnisvolles. Auch der kurze prägnante Titel hat mich neugierig gemacht.

~ Inhalt ~

Johann ist von Beruf Kraftfahrer und möchte an seinen freien Tagen einfach nur seine Ruhe, doch seine Frau Talea unterstützt ihrer kranken Eltern und er muss sich mit ihr immer wieder ins Getümmel stürzen. Als sie von einem Einkauf zurückkommen, fahren sie an einem Müllsack vorbei. Da er mitten auf der Straße liegt, soll er an die Seite geträumt werden, doch was die beiden dann entdecken lässt sie erschaudern: Jede Menge menschliche Hände und Füße …

Die direkte und tierliebe Lisa Berthold und ihr Kollege Jan Kröner übernehmen die Ermittlungen, nicht wissend wo sie mit der Suche beginnen sollen. Zur angeblichen Unterstützung bekommen sie einen farbigen  Praktikanten an die Seite gestellt. Doch schnell wird klar, dass die „Oberen“ Helif nur als Prestigesubjekt nutzen wollen. Auch passt die Anwesenheit einigen Bewohnern so gar nicht. Während die drei sich auf die Suche nach dem Mörder begeben, müssen auch immer wieder miterleben, wie weit es in ihrem kleinen Dörfchen mit der Gastfreundschaft her ist, wenn der Gast eine andere Hautfarbe hat. Als wäre das noch nicht genug verschwindet dann ausgerechnet noch Johann spurlos …

Dieses ist bereits der siebte Band einer Krimireihe. Ich selbst kenne die anderen Bände bisher nicht, fand aber auch nicht, dadurch im Nachteil gewesen zu sein. Ab und an gibt es zwar eine kurze Anmerkung an vergangene Fälle, wenn ein Ermittler sich erinnert, aber dieses ist nicht so wichtig, so dass keine Vorkenntnisse nötig sind.

Die Geschichte ist zwar sehr kurz, umfasst aber viele Komponenten. Da sind  voranging natürlich der Leichenteilefund und die Ermittlungen, welche auch in die Vergangenheit führen. Eine nicht unwichtige Rolle spielen hier aber auch Fremdenhass, Ehedramen und selbst der Tierschutz. Eine bunte Mischung aus aktuellen Themen spannend verpackt.

Einziges Manko war für mich die Tatsache dass ausgerechnet die Ermittler nachts ihre Hintertür nur angelehnt lassen, damit der Hund zu jeder Zeit raus kann. Immerhin sind es ja gerade Ordnungshüter, die immer von Einbrüchen predigen.

~  Schreibstil ~

Der Schreibstil ist sehr prägnant, so dass auf den wenigen Seiten nichts verloren geht. Die Nebenhandlungen lassen die Charaktere echter wirken. Bildliche Beschreibungen – bei dem sich bei zarten Gemütern durchaus der Magen umdrehen könnte – runden das Gesamtpaket hervorragend ab.

~°~ Fazit ~°~

Eine tolle Mischung aus Spannung, Drama und politischen Themen. Durch den leichten, aber prägnanten Schreibstil lässt sich das Buch innerhalb kürzester Zeit „verschlingen“, denn genau das habe ich getan. Es war so spannend, dass ich es in wenigen Stunden durch hatte. 😉

 

 

~ Reihe ~

Killerfee – Band 1

Todesspiel am Großen Meer – Band 2

Kneipenkinder – Band 3

Fallensteller – Band 4

Flächenbrand – Band 5

Blindgänger – Band 6

Fremder – Band 7

Die Puppenstube – Band 8