Dieses Lager hat es in sich! [Rezension – Jugendthriller]

~°~ Das Buch ~°~

Andy Briggs

Inventory

Tresor der gefährlichen Erfindungen

264 Seiten

Arena [19.06.2017]

ISBN 9783401603636

~°~ Klappentext ~°~

Devs Leben war bisher eigentlich ziemlich langweilig. Zwar lagern in dem gigantischen Tresor unter der Farm, auf der er mit seinem Onkel lebt, die so ziemlich coolsten Erfindungen der Welt. Aber Dev darf niemandem vom Inventory erzählen. Da tauchen eines Tages zwei Schulkameraden auf und wenig später steht die Farm unter Beschuss. Dev, Mason und Lot fliehen ins Inventory. Mit HoverBoards, Atomisierern und anderer High-Tech ausgerüstet, bleibt den dreien nur wenig Zeit, die Verbrecher zu enttarnen und die mächtige Kriegswaffe namens Eisenfaust zu finden. Schon bald kämpfen sie um ihr Überleben. Denn sie sind die Einzigen, die verhindern können, dass die gefährlichen Erfindungen in die falschen Hände geraten.

~°~ Eindrücke/ Meinungen ~°~

Schon alleine das tolle Cover verleitet einfach dazu, dass Buch in die Hand zu nehmen. Eine blaue Faust mit Platinen, welche im Licht glänzt. Es handelt sich um die „Eisenfaust“, eine mächtige Kriegswaffe, um die es sich in der Geschichte zum großen Teil dreht. Das metallisch wirkende Blau ist einfach super schön – und ich kann gar nicht aufhören, mit dem Buch „umherzuwackeln“. 😉

Ein Junge, den seine Mitschüler für einen Freak halten, muss plötzlich ihr Leben retten. Alles nur, weil sein Onkel ihm so einiges nicht erzählt hat. Erst stehen merkwürdige Leute vor der Farm und plötzlich beginnt eine Jagd aus Leben und Tod. Doch dann tauchen noch andere Gestalten auf, die verlangen dass Dev ihnen die Eisenfaust besorgt. Immerhin sind sie die Guten – oder vielleicht doch nicht? Und wo ist überhaupt Devs Onkel abgeblieben? Stecken seine Klassenkameraden hinter alledem? Während dem Jungen nicht nur tausend Fragen durch den Kopf schwirren, sondern er auch noch um sein Leben fürchtet, stößt Dev auf eine Wahrheit die er nie für möglich gehalten hätte …

Der packende Schreibstil gefällt mir richtig gut. Es war schon teilweise fast so, als würde ich einen Thriller für Erwachsene lesen, nur eben ohne schwierige Wörter. Viele technische Errungenschaften, die fast aus der Zukunft stammen können, tauchen auf. Hierbei werden oft auch physikalische Zusammenhänge einfach erklärt. Schön ist natürlich auch, dass der Leser hier kein technisches Vorwissen oder ähnliches benötigt, um den Inhalt zu verstehen.

Das empfohlene Lesealter liegt bei 10 – 12 Jahren. Dieses finde ich durchaus angemessen. In diesem Alter können sich die jungen Leser am besten in die Protagonisten hineinversetzen. – Spannend ist die Geschichte aber auch für „Ältere“. 😉

~°~ Fazit ~°~

Für alle die ein spannendes und wohl auch etwas anderes Abenteuer erleben möchten. Ich freue mich bereits auf den Folgeband.

~ Reihe ~

[Band 2 folgt im Frühjahr 2018]

Tresor der gefährlichen Erfindungen [Band 1]

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Hunger, Müde, Pippi, Warm oder Warum ich meinen BestBro (mal wieder) hasse ;)

Heute war er wieder, der GRATIS COMIC-TAG. Das bedeutet für meinen GöGa und meinen BestBro, dass sie sich ins Getümmel stürzen und versuchen die Comics zu bekommen, die sie UNBEDINGT lesen müssen. Doch Letzterer muss heute arbeiten und schickte mir eine Liste mit Heften, die ich doch bitte für ihn sollte.

Das beutete, dass mein Schatz und ich heute Morgen sehr früh das Haus verlassen und uns durch sommerlichen Regen zu den Ausgabestationen gekämpft haben:

An Station Eins kamen wir, wie geplant, noch kurz vor Öffnung. An der Schlange die sich bereits davor gebildet hatte, änderte das aber nichts. (Vor uns zwei Cosplaymädels in entsprechendem Outfit. – Die Stiefel waren cool. Irgendwie.) Im Comic Café war es so voll, dass erst Besucher wieder rauskommen mussten, ehe neue hineinpassten. Wir haben es nicht nur geschafft uns in dem Gewusel zu verlieren, sondern auch jeder ein Gratisheft mehr abzugreifen, als eigentlich erlaubt war. (Boah, wir sind sooo böse. :D)

Station zwei führte uns zu Thalia. Hierfür HASSE ich mein Bruderherz, denn das wäre ja gar nicht nötig gewesen, wenn auf seiner Liste nicht mehr als die erlaubten drei Hefte gestanden hätten. Das Schlimmste daran: Ich MUSSTE Rolltreppe fahren, da sich in der Buchhandlung die Comicabteilung im Obergeschoss befindet und es keine „normale“ Treppe gibt. (Einer der vielen Gründe, warum ich da nicht einkaufe.) Als wäre diese gruselige Treppe noch nicht genug, schlängelte sich eine menschliche Schlange um die Regale. Sie ALLE warten darauf, dass sie an der Reihe waren. (Im Gegensatz zum Comiccafe, wurden die Hefte hier direkt von einer Angestellten über die Theke gereicht. So bekam auch jeder nur die vorgesehen drei Hefte.) Bis wir an der Reihe waren verging gefühlt eine Ewigkeit (Tatsächlich waren es aber trotzdem 15 Minuten doofes Rumstehen.)

Es gab auch noch eine dritte Station, dieses Mal aber nicht für Comics sondern für eine Box. Viele von euch werden jetzt wohl neidisch sein, wenn ich euch sage, dass mir das Glück (auch) dieses Jahr bereits hold war und ich eine „Schön für mich Box“ von Rossmann abholen durfte. Allerdings gestaltete sich die Abholung als gar nicht so einfach, denn die Mitarbeiterinnen waren etwas ratlos. Bis ich dann endlich eine fand, die wusste, dass die Boxen im Büro stehen. Blöderweise konnte sie da nicht hin, dass sie alleine an der Kasse war. Nach dreimaligem Ausrufen erbarmte sich dann eine Kollegin ihr eine Box zu bringen. Als die junge (!) Dame dann die 5,00 EUR von mir kassierte, fragte sie mich erst einmal was das denn überhaupt für Boxen sind, was da drin ist und ob die Jeder bekommen kann. (*Lachanfall*) ~~~Liebes Rossmann-Team, vielleicht verratet ihr euren Angestellten was ihr für Aktionen betreibt, damit es nicht noch mehr Kunden so geht wie mir, die völlig genervt von einer Mitarbeiterin zur anderen geschickt werden und schon (fast) bereuen gewonnen zu haben. – Oder ist vielleicht genau DAS der Plan? ~~~  Auch wenn ich spät dran bin, sicher seit ihr schon gespannt, was in der Box denn drin ist und wie ich den Inhalt finde!? Selbstverständlich verrate ich es euch, allerdings noch nicht jetzt, denn jetzt ist bei mir gerade einfach nur

Gibt gut Acht, es ist Krähennacht! [Rezension zu „Nachtkrähen“]

~°~ Vorwort ~°~Widmung

Ich hatte die wunderbare Möglichkeit an einer Leserunde mit der Autorin Nora Melling teilzunehmen. Dazu wurde mir das Jugendfantasybuch „Nachtkrähen“ kostenlos von ihr zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank auch noch einmal an dieser Stelle liebe Nora. Es war ein schöner und großartiger Austausch. – Insinderwissen: Ich kann euch jetzt z.B. berichten das „Nachtkrähen“ erst gar nicht in Berlin, sondern in Paris spielen sollte. 😉

~°~Das Buch ~°~

Nora Melling

Nachtkrähen

Books on Demand / 18.01.2016

Seiten: 392 / SC

ISBN 978-3-739-22862-4

Altersempfehlung: ab 12 Jahre

~°~ Klappentext ~°~

Als Hanna sich bei Sonnenuntergang in einen schwarzen Vogel verwandelt, erschrickt sie zu Tode. Der geheimnisvolle Nicolas nimmt ihr die Angst und zeigt ihr, was es heißt, eine Nachtkrähe zu sein. Gemeinsam mit ihm stiehlt sie sich heimlich aus dem Fenster und fliegt durch den Himmel, schwerelos und frei. Doch ihr neues Leben ist gefährlich. Schwer bewaffnete Krähenjäger bedrohen sie auf ihren Streifzügen durch die Nacht und Hannas Furcht kehrt zurück, stärker als je zuvor. Denn von dem Moment an, an dem sie sich verwandelt hat, ist auch Hanna eine der Gejagten.

~°~ Eindrücke/ Meinung ~°~

~ Cover ~

Wie ich bereits befürchtet hatte, als ich das Format sah, hat sich das Cover des Buches unschön gebogen. Ich beschwerte es in der Lesepause mit schwereren Bänden, was bisher aber leider nicht so viel gebracht hat. Mir persönlich gefallen die „Standartformate“ einfach am besten. Das passt dann auch alles wunderbar ins Bücherregal.

Auf dem Cover ist ein Krähenmädchen über der Skyline von Berlin, mit noch mehr Krähen, abgebildet. Die Skyline und die Farben finde ich gut. Das Gesicht des Mädchens nicht so. Kennt man die Geschichte wirkt es auch irgendwie falsch, denn die Charaktere sind entweder Menschen oder Krähen. Von einer Mischung aus beiden, so wie dort abgebildet, habe ich (bisher) nichts gelesen.

Cover

~ Inhalt ~

Hanna ist ein ganz normales Mädchen. Sie wohnt bei ihren Eltern, geht zur Schule, hat eine beste Freundin und seit Kindesbeinen an einen Freund. Und sie hat Angst. Hanna fürchtet sich vor der Dunkelheit, daher ist sie wirklich froh, dass Ivo sie steht’s begleitet. Schon immer konnte sie sich voll und ganz auf ihren Freund verlassen. Doch dann küsst er auf einer Party eine Andere. Vor ihren Augen! Niemand ahnt das dieses der Beginn zu einem neuem Leben und gefährlichen Abenteuern ist. Ausgerechnet der furchtsamen Hanna wachsen unvermittelt Federn und sie verwandelt sich in eine Krähe. Doch Nachtkrähen werden erbarmungslos gejagt …

Was ich wirklich sehr schön finde ist, dass Hanna mitdenkt. Als sie angegriffen wird und einen Elektroschocker zur Verteidigung zur Verfügung gestellt bekommt überlegt sie sich erst die Konsequenzen: Ist es Notwehr? Darf ich das überhaupt? …

Umso weniger passt es, dass sie dann auf der anderen Seite wieder als naiv dargestellt wird. Als sie auf ihren Retter trifft kennt sie nicht einmal dessen Namen, verrät ihm aber sogar ihren Nachnamen und auch gleich noch die Anschrift. – Ich muss gestehen, dass ich an Hannas Stelle ehr etwas Angst gehabt hätte, gerade wenn ich so direkt nach meiner Adresse gefragt werde.

Nicolas wirft in einem Handgemenge seinen Elektroschocker weg, da dieser entladen ist. Da der Junge vor seinen Verfolgern flüchtet wird er kaum zurück laufen und diesen später wieder einsammeln. Dennoch hat bald darauf Hanna das Gerät – Es steht eindeutig „Nicolas Elektoschocker“ – in der Hand. Wo kommt der plötzlich wieder her? Von einem zweiten Gerät war nie die Rede …

~°~ Ups ~°~

Ganz ohne Fehler geht es leider nicht. So ist z.B. auf Seite 35 ein Rechtschreibfehler. Hier heißt es: „Wer ruft denn einen Krankenwagen für mich, ohne MIT zu fragen?“ Es müsste natürlich „MICH“ heißen. Auf Seite 143 heißt es „Was Nicolas MIT da erklärte, beruhigte mich nicht gerade.“ Es müsste natürlich „mir“ heißen, … Nur zwei Beispiele von vielen Rechtschreib- u. Grammatikfehlern.

Hanna wird von mehreren Männer überfallen, als sie sich verläuft. Am Tag danach schleppen ihre Eltern sie zum Arzt. – Wenn auch, weil sie denken, dass Hannas Asthma zurückkehrt. – Bei der Ärztin von der sie untersucht wird ist leider ein sehr großer Logikfehler passiert, denn X redet sich damit heraus, sich erkältet zu haben, weil es kalt war. Selbst ich als Laie weiß aber, dass eine Erkältung eine Infektionskrankheit ist und mit dem Wetter an sich nichts zu tun hat. Eine Ärztin würde diese Erklärung daher wohl nicht einfach hinnehmen.

Rechtschreibfeher

~ Schreibstil ~

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Auf der einen Seite begleitet der Leser Hanna, auf der anderen Nicolas. Dieser Perspektivwechsel lässt einen stets erahnen was wohl passieren wird und hilft die Zusammenhänge zu verstehen. Oft möchte man eine Warnung oder einen Hinweis rufen.

Der Schreibstil ist wirklich gut und auch die Spannung steigt von Seite zu Seite. Bereits am ersten Abend habe ich an die 100 Seiten gelesen. Die Charaktere sind größtenteils leider sehr oberflächlich beschrieben.

~ Altersempfehlung ~

Empfohlen ist das Buch für Jugendlich ab 12 Jahren, was ich durchaus angemessen finde. Es gibt teils blutige und brutale Szenen (wenn auch nicht so extrem wie z.B. in einem Thriller) und auch Alkohol spielt eine Rolle. Ich denke daher die 12 Jahre sind schon richtig eingeschätzt. Allerdings kommt es hier wie immer auf die Entwicklung des jungen Lesers an.

~°~ Fazit ~°~

Leider gibt es so einige Rechtschreibfehler. Über ein oder zwei hätte ich hinweg sehen können, aber dieser Roman ist leider gepiekt davon was irgendwann sehr nervig war. Wäre dies nicht der Fall und würden die Charakter hier nicht oft zu oberflächlich (z.B. Hanna als Naivchen) dargestellt, würde ich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung geben.

Da die Geschichte an sich sehr spannend und gut gemacht ist kann ich „Nachtkrähen“ durchaus empfehlen – und das nicht nicht nur jungen Erwachsenen. 😉 Wer aber wirklich Freude an diesem Roman haben möchte, sollte unbedingt auf die überarbeitete Auflage warten.

Cover1

~°~ Reihenfolge ~°~

Die Nachtkrähen-Trilogie:

Nachtkrähen

Krähenjagd (erscheint 2016)

(noch unbekannt)

Siebentausendfünhundertfünfundneuzig

oder in Zahlen 7.595.

So viele Katzen wurde in der „Jagdsaison“ 2013/2014 von Jägern erschossen. Alleine in Nordrheinwestfalen.

Über 7500 kleine Herzchen denen das Lebenslicht – vom Menschen – ausgelöscht wurde. Für immer …

Die Landesregierung plant dass Landesjagdgesetz (endlich) zu novellieren.

animal public e.V, Naturschutzbund Nordrhein-Westfalen, Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutscher Tierschutzbund, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland V NRW e.V., Komitee gegen den Vogelmord e.V., Europäischer Tier- und Naturschutzbund e.V. und Peta verlangen die Änderung des an die Erfordernisse des Tier- und Naturschutzes anzupassen.

Dazu haben die eben genannten Tierschutzorganisationen zusammen einige Eckpunkte ausgearbeitet, die sie für dringend notwendig erachten:

01. Fallenjagd beenden

02. Fütterungsverbot für jagdbare Arten

03. Haustierabschuss beenden

04. Keine Ausbildung am lebenden Tier

05. Baujagd beenden

06. Jagdzwang beenden

07. Keine Jagd mehr auf Schnepfe, Schwan, Dachs und Co

08. agdzeiten verkürzen und harmonisieren

09. Kein Aussetzen jagdbarer Tierarten

10. Beizjagd verbieten

Einzelheiten könnt ihr hier nachlesen:

http://www.animal-public.de/wp-content/uploads/2014/06/2014_06_24_Resolution_Jagdreform.pdf

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen ist, wie so oft, Unterstützung notwendig. Daher wende ich mich heute mal wieder mit der Bitte um eine „Unterschrift“ an euch. Bitte füllt die Petion aus (online), sendet sie ab und teilt sie mit euren Freunden/ Bekannten.

http://www.animal-public.de/jagdreform-jetzt

Für euch sind es nur wenige Mausklicks, für die Tiere da draußen ein ganzes Leben …

Foto: animal public e.V

Foto: animal public e.V

Am Waldrand lauert der Katze Tod

Leider gibt es immer wieder Gesetze die den Menschen Macht geben, die er nicht haben sollte. So wie in diesem Fall das Recht über Leben und Tod zu entscheiden.

Ich kenne Viele die, genau wie wir, Samtpfoten ein Zuhause bieten und sich immer wieder an dem Schabernack erfreuen, die sie machen. Man kann mit ihnen Lachen, Spielen, ihnen seine tiefsten Geheimnisse anvertrauen und im Winter wärmen sie einem sogar die Füße. Freiwillig.

Genau das auch „Lemmon“ bei seiner Menschenfamilie getan. Er war immer für sie da. Doch dann kam der Tag an dem keine Samtpfote am Morgen den neuen Tag begrüßte. Die Familie Rogge wartete und die Sorge wurde immer größer. Doch der Main Coon Kater tauchte nicht wieder auf. (Da wird leider selbst schon Verluste beklagen mussten, weiß ich das man wirklich allerhöchstens in einen unruhigen Schlaf fällt und mit seinen Gedanken überall ist, weil man sich unbewusst Horrorszenarien ausmalt. Kurz: Es ist grauenvoll!)

Das „mein kleiner schwarzer Teufel (Harlekin)“ überfahren wurde hat mir das Herz gebrochen. Genau so muss es auch dem Herrchen von Lemmon gehen. Nur das sein Kater nicht dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen ist. Er wurde erschossen! Ja, richtig gelesen. Mit einer Schrotkugel wurde ihm das Leben genommen. Das es sich bei dem „Täter“ um einen Jäger handelt, macht es in meinen Augen nicht besser.

Passiert ist das ganze nicht irgendwo, sondern im kleinen Örtchen Stellen. Mitten in Deutschland …

Wer sich jetzt fragt wie jemand auch nur auf die Idee kommt eine Katze zu erschießen, dem sei gesagt das Jäger das Recht dazu haben. Gesetzlich wohlgemerkt!

„Die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen sind berechtigt, wildernde Hunde und Katzen abzuschießen gem. § 25 Abs. 4 Nr. 2 Satz 1 LJG-NW. Es ist die Aufgabe des Jagdschutzes, das Wild nach Möglichkeit vor Gefahren zu schützen, vgl. § 23 BJG. Dieser Jagdschutz umfaßt auch den Schutz vor Raubzeug, insbesondere vor aufsichtslosen Hunden, die sich je nach ihrer Veranlagung als schlimme Feinde des Wildes darstellen können. Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen. Wenn die Hunde eine Gefahr für das Wild darstellen, so wie hier, ist die Tötung der Hunde durch Abschuß zum Schutze des Wildes erforderlich.“

Auch wenn es im ersten Moment schrecklich erscheint kann ich es verstehen, denn auch die im Wald lebenden Tiere haben Schutz verdient. ABER: Warum denn bitte gleich erschießen??? Wie wäre es denn mit einfangen? Und wieso wird hier auf einmal das Leben des Wildes über das von Hund und Katz gestellt? Und das ausgerechnet noch von denen, die danach dann losziehen das Wild auch noch abzuschießen!!! – Tut mir Leid, aber das macht mich grade RICHTIG wütend!

JEDER hat ein Recht auf Leben!

Gewildert soll Samtpfote Lemmon im übrigen gar nicht haben. Im Gegenteil war er sogar dem Jäger seit langem bekannt. Der Mann soll nur gesagt haben das er ihn abgeschossen hätte. Weiter hat er sich nicht geäußert.

Das Herrchen hat den Jäger jetzt bei der Polizei angezeigt, doch seinen geliebten treuen Freund bringt es nicht wieder …

 Zufällig stieß ich auf eine Umfrage in der es um das Thema geht, ob Jäger weiterhin streunende Haustiere abschißene dürften. Auch wenn diese von einem Privatsender gestartet wurde finde ich es erschreckend, dass SO VIELE (teilweise waren es sogar über 50%!) dafür sind.

Die Umfrage ist noch aktiv und es kann jeden Tag und man hat pro Tag eine Stimme. Wer also mitmachen möchte, hier der Link:

http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/sollten-jaeger-weiterhin-auf-streunende-haustiere-schiessen-duerfen-3b074-51ca-18-1902955.html

Jäger

Zeitreise – Der Höhepunkt

Unsere Reise zu dem „Dorf der Nordmännern“ führte uns durch eine herrliche Landschaft, über Wiesen und durch schöne Alleen. Zusammen mit dem Vogelgezwitscher, Sonnenschein und der milden Luft wollten wir einfach nur noch dort bleiben. Auch auf „wilde Tiere“ sind wir auf unser Reise gestoßen. (Nun ja, so wild waren die „Wikingerschafe“ nicht. Aber Wikinger gelten ja generell eher als wild, daher passt dieser Begriff wohl dennoch. ;)) Aus der Ferne konnten wir die Siedlung bereits erblicken. Die Vorfreude wuchs. Doch der Weg war weit – so ohne Wasserflasche…

Doch dann, nach einigen Kilometern, erreichten wir unser Ziel. Vor uns offenbarte sich eine Stadt. Gabaut aus Langhäusern und Zelten. Reges Treiben herrschte hier und verlockende Düfte 017stoben durch die Luft. Eifrig schurten Verhütter das Feuer, kneteten Bäcker Fladenbrot, … Andrerorts lagen Zweige im Wasser, die zu Körben geflochten wurden. Die Händler in entsprechende Trachten und Gewänder gehüllt. Auffallend war der Hang zur Schmuckfertigung, denn diese Stände schienen zu überwiegen. Da ich Miguel ein Mitbringsel schuldig war begab ich mich auf die Suche nach einem Zauberstab. Leider ohne Erfolg (zumindest nicht ohne mein ganzes Hacksilber zu opfern). Ron erlag recht schnell den verlockenden Düften und steuerte Zielstrebig den „Wikingergrill“ an. Dort gab es Wildbrätwurst. (Glücklicherweise auch Laugengebäck, so dass ich nicht verhungern musste.) Wir zogen über den Markt, gingen an jeden Stand und betraten auch jedes Haus. Letzteres war wirklich wie man es aus Filmen kennt: Dunkel. Doch auf seine Art wirkt so ein Langhaus auf heimelig. Ich fühlte mich irgendwie „sicher“ dort drinnen. (Auch wenn die Menschen damals eindeutig kleiner waren. Die Deckenbalken sind für meine Größe von 0241,76 m eindeutig zu niedrig angebracht.) Die Sonne brannte und noch immer war kein Wasser in Sicht, doch dann die Rettung: Eine Schenke! (Entgegen der Behauptung in Rollenspielen gab es hier jedoch noch genügend freie Tische! ;)) Mit zwei Bechern köstlichen Apfelmet kühlten wir unsere trockenen Kehlen, um unsere Reise über den Markt weiter fortzusetzen. Ein Souvenier nahmen wir jedoch nicht mit, da die wirklich interssanten Dinge sehr groß und ohne Karren schlecht zu transportieren waren. Wie angekündigt gab es auch einen Stand an dem man mit dem Bogen schießen konnte. Obwohl ich mich sehr darauf gefreut hatte, lies ich es bleiben. Der Grund war ein ethischer: Ich konnte einfach nicht auf ein Wildschwein schießen. Auch nicht, obwohl es aus Holz war. Mein Gewissen sprach dagegen … (Und ja: Ich stehe noch immer zu dieser Entscheidung, auch wenn viele sie nicht nachvollziehen können.)

Nach unserem Marktbesuch machten wir uns auf eine erneute Reise, denn obwohl wir am ein oder anderen Stand verköstigt wurden, verlangte der Wamps nach einem üppigerem Mahl. Da das Wetter mitspielte, die Zeit auf unserer Seite war und der Weg nicht zu weit schien, marschierten wir zu Fuß Richtung „Wikingerschenke“. Der Weg dorthin führte uns durch Wald, was sehr angenehm war. Nur leider hatten wir noch immer keine Wasserflasche bei uns… Glücklicherweise fanden wir auf dem Weg so etwas neumodisches: Einen Supermarkt. Dort kehrten wir ein, um uns mit Trunk und kleinen Leckereien für den Abend zu versorgen. Hier wurde ich dann auch endlich für Miguel fündig. Mein Mitbringsel bestand aus einer Tüte Schaumgummi, welches ich bei uns noch nicht gesehen hatte. (Lieber hätte ich etwas tradionelles mitgebracht, doch irgendwie fand ich nichts geeignetes.) So gut versorgt setzten wir unseren Weg fort und kurz darauf trafen wir auch im Gasthaus ein. Kaum schritten wir durch das Tor fanden wir uns in einer rustikalen Bar wieder. Durch diese hindurch standen Tische und Bänke. Holz noch und nöcher, metallende Kerzenleuchter und Bilder von tapferen Kriegern zierten die Wände. Die Bänke mit Fell ausgelegt und ein großes Faß Met in der Ecke. Trotz der Offenheit wirkte alles sehr gemütlich. Kaum saßen wir, wurde uns auch schon ein Horn Met zur Begrüßung gereicht. Unsere folgende Getränkebestellung wurde uns im Krug gereeicht. Während Ron sich, ganz klassich, für Met entschied, veruschte ich mich an Holunderbrause. (Im übrigen sehr zu empfehlen.) Noch bevor uns der erste Gang serviert wurde, bekamen wir leckeres Körnerbrot mit Kräuterwuark gereicht. Bei letzterem fehlte mir der Knoblauch. (Könnte man mit Bärlauch erstzen.) Reserviert hatte ich für den „Wikischmaus“. Zu diesem Zeitpunkt habe ich allerdings noch Fleisch gegessen, dennoch fragte ich die Chefin einfach mal ob sie das Fleisch einfach weglassen könnten. Man ging dort sogar noch einen Schritt weiter: Der Koch bereite mir das Menü vegetarisch zu. 🙂 So gab es nach dem Brot Wildkräutersüppchen (mit Rauchschinken), Haddebyer Honiggemüse (für Ron mit frisch gegrilltem Hühner- und Schweinfleisch vom Holzgrill, für mich gratiniert) und zum Dessert Waldbeerengrütze mit Süßrahm. Alles SEHR lecker und üppig. Den Preis allemal wert! Stilecht wrude auch mit der Hand gegessen, was zudem auch noch Spaß machte.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Doch bevor das Dessert verschlingen durften, „mussten“ wir uns sportlich betätigen. Durch finstere Gänge und Gewölbe wurden wir nach draußen, in den Hof, geführt. Dort lagen Waffen bereit. Es galt sein Geschick mit dem Bogen an einem (Holz-)Reh, sowie mit Wurfäxten an einer Zielscheibe zu erproben. (Wie ihr euch denken könnt, weigerte ich mich beim Reh wieder.) Beim Axtwerfen versuchte ich mich, allerdings war das nicht so sehr von Erfolg gekrönt. Doch dafür habe ich ja den Helden an meiner Seite. Nach ein wenig Übung erlegte er das Reh mit einem Pfeil und alle drei Äxte trafen das Ziel. Also Vorsicht, ich habe einen Mann der mich verteidigen kann! 😛

Als die Sonne sich vom Tag verabschiedete und dem Mond wich, brachen wir – erschöpft und glücklich – den „Heim“weg an. Diesesmal aber mit „Kutsche“, was sich am nächsten Tag noch als gute Wahl herausstellen sollte, aber das ist eine andere Geschichte… Von der ich euch Morgen berichten möchte. 😉

Wenn du alles gibst, kannst du dir nichts vorwerfen. =)

Zwei Kontrahentinnen. Ein Ziel.

Im linken Feld: Körnchen. Sie hat das Ziel fest versiert. Ihre leuchtend grünen Augen verfolgen das agile Ziel. Kaum das auch nur ein Schatten in ihre Reichweite kommt, schnellt sie in die Höhe. Wie ein Bungeeseil, auf und nieder.

Direkt neben ihr, nur eine Pfotenlänge entfernt: Nimoeh. Sie hat eine andere Taktik. Ihr Kopf: starr. Ihre gelben Augen verfolgen konzentriert das Ziel. Sie rührt sich nicht von der Stelle.

Wird eine der beiden Damen siegen? Und wenn ja welche? Oder wird in diesem ungleichen Kampf das (potenzielle) Opfer siegen? Wir warten gespannt, während in Nimoeh’s Augen ein Funkeln erkennbar wird. Versucht sie etwa ihr Opfer zu hypnotisieren? Tatsächlich kommt es immer näher. Der Plan scheint aufzugehen. Und da… *zack* …. Ein beherzter Sprung von Körnchen, gefolgt von einem wohligen Schmatzen. Nimoeh blickt etwas verwirrt drein. Ungläubigkeit spricht aus ihren Augen. Ein flehender Blick wird zu der Schietrichterin geworfen, doch diese zuckt nur die Schultern. Der Kampf war fair und diese Fliege, hat Apfelkorn sich redlich verdient. Glückwunsch.